Wegen Falschgeldes: Nun werden auch Münzen stärker überprüft

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Eschwege/Hessisch Lichtenau. Die Geldinstitute müssen seit 1. Januar 2015 das Münzgeld stärker auf Echtheit und Schäden prüfen als bisher.

So will es eine neue EU-Verordnung. Für die Banken auch im Werra-Meißner-Kreis bedeutet dies, dass sie ihr Personal fortbilden und zertifizieren lassen oder einen externen Dienstleister beauftragen müssen.

Für die Kunden soll dies mehr Sicherheit vor Falschgeld bringen, es könnte aber auch bedeuten, dass sie den Mehraufwand der Banken irgendwann einmal mitbezahlen müssen. Von den Sprechern der hiesigen Geldinstitute wird dies allerdings verneint.

Alle eingezahlten Münzen seien schon bisher geprüft worden, sagt Pressesprecher Ulrich Siebald von der Sparkasse Werra-Meißner. Dies geschehe zentral in Eschwege. Und da eingehende und ausgehende Münzen getrennt verwaltet werden, würden auch alle Münzen nur nach Prüfung ausgegeben.

Für die Kleingeld-Bearbeitung sind - nicht erst seit Jahresbeginn - bei der Sparkasse sieben Beschäftigte zuständig, die auch schon alle bezüglich der Münzgeld-Prüfung zertifiziert seien. Im Laufe des Jahres sollen aber auch noch 80 Mitarbeiter in allen 20 Geschäftsstellen fortgebildet und zertifiziert werden, sagt Siebald. Das soll per Fernkursus der Deutschen Bundesbank geschehen. Und diese Kosten für die Schulung, die aufgrund der neuen EU-Vorgabe als einzige anfielen, sollen nicht auf die Kunden umgelegt werden.

Entsprechend bleibe auch der Service, den Kunden Münzrollen gebührenfrei zur Verfügung zu stellen, bestehen. Diese Regelung gilt auch für die VR-Bank Werra-Meißner.

Bei der VR-Bank allerdings übernimmt ein externer Dienstleister die komplette Bargeldversorgung und damit auch die Münzen-Überprüfung, teilte Sprecherin Melanie Walter mit. Eingezahltes Bargeld werde erst nach verschiedenen Prüfungsverfahren wieder in Umlauf gebracht. (sff/goe)

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