Zahl der Schusswaffen im Kreis geht zurück

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Symbolbild

Eschwege. Die Zahl der registrierten Waffen im Werra-Meißner-Kreis geht kontinuierlich zurück. In den vergangenen fünf Jahren sank die Anzahl der Schusswaffen um 1175 Stück (Stand 1. März 2014).

Statt 12 212 Pistolen und Gewehre sind jetzt nur noch 11 037 angemeldet. Das entspricht einem Rückgang von rund 7,5 Prozent. Auch die Zahl der Waffenbesitzer ist seit 2009 zurückgegangen. Statt 2948 Menschen 2009 sind heute nur noch 2343 Personen bei der Waffenbehörde des Werra-Meißner-Kreises registriert. Als Grund nennt Kreissprecher Jörg Klinge die Verschärfung des Waffengesetzes nach dem Amoklauf in Winnenden. Der Rückgang im Werra-Meißner-Kreis ist nicht so hoch wie im gesamten Bundesland. In Hessen werden heute rund 25 Prozent weniger Waffen gezählt, als noch vor fünf Jahren. Die Zahl der registrierten Besitzer von Schusswaffen in Hessen ist unter die Marke von 100 000 gesunken. Nach Recherchen von HR-online haben die Zahlen in Hessen vermutlich einen historischen Tiefstand erreicht. Im Werra-Meißner-Kreis ist es zumindest der niedrigste Stand seit zehn Jahren. 2004 hielten 3050 Waffenbesitzer 12 557 Gewehre und Pistolen. Zurzeit besitzt jeder Halter im Schnitt 4,7 Waffen. Die Jäger sind die größte Gruppe der Waffenbesitzer. Ihnen gehören fast die Hälfte aller Revolver und Gewehre. Es folgen die Sportschützen, die über 2000 der Schusswaffen in ihren Reihen halten. Am 11. März 2009 töte der 17-jährige Tim Kretschmer in Winnenden 15 andere Menschen und zuletzt sich selbst, nachdem er nach mehrstündiger Flucht von der Polizei gestellt worden war. Anschließend wurde in Deutschland das Waffengesetz verschärft. Seit dieser Zeit wurden im Kreis 659 Waffen zur Vernichtung abgegeben. Fünf wurden beschlagnahmt, einem Waffenscheinbesitzer wurde die Erlaubnis entzogen.

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