Von Zwergen und Prinzessinnen

Kinderfest in Oberhone im Zeichen der Brüder-Grimm-Märchen

Zwergenmarsch: Die Kinder der Kita Farbenland zogen in roten und grünen Zwergenkostümen beim Umzug des Kinderfestes mit. Foto: G. Skupio

Oberhone. Passend zum Märchenjahr 2013 stand das Kinderfest in Oberhone am Wochenende ganz im Zeichen der Brüder Grimm: Zahlreiche Zwerge des Kindergartens Farbenland in roten und grünen Kostümen konnten die Zuschauer beim Umzug am Sonntag bewundern.

Doch auch die Grundschüler der ersten drei Klassen der Friedrich-Ebert-Schule aus Reichensachsen bewiesen viel Kreativität bei der Wahl ihrer Kostümierung: Ob Prinzessin, Musketier oder Zoro, die Ideen reichten sogar weit über die Grenzen der Märchen der Gebrüder Grimm hinaus. Mit viel Einfallsreichtum putzten die Eltern des Awo-Spielkreises ihre Kleinsten heraus; sogar eine echte Prinzessin auf der Erbse war im Umzug vertreten.

Der Spielmannszug der Alexander-von-Humboldt-Schule aus Eschwege unter Leitung von Thorsten Horn sorgte für die musikalische Umrahmung. Bei Spiel und Spaß rund um das Dorfgemeinschaftshaus konnten sich die Kinder an sechs märchenhaften Spielen versuchen: Beim Gestiefelten Kater mussten sie Gummistiefel werfen, eine Styroporschneeflocke über einen Tisch in ein Kopfkissen zu pusten war die Aufgabe beim Spiel Frau Holle, als Aschenputtel mussten die Kinder Linsen und Erbsen sortieren, auf dem hindernisreichen Weg zur Großmutter als Rotkäppchen Präsente einsammeln, beim Spiel Froschkönig war die Königskugel Dreh- und Angelpunkt und bei Rapunzel mussten die Kinder unter Sicherung einen Baum hinaufklettern.

Außerdem konnten die Kinder basteln, Lesezeichen anmalen, einen Spiegel mit Mosaikfließen verzieren, sich schminken oder ihren Körper mit einem Glitzertattoo verzieren lassen. Eine Karussellfahrt, eine Bratwurst und ein Getränk sowie eine Losnummer für die Tombola gab es für alle Kinder, die verkleidet am Umzug mitgelaufen waren. Der Kinderfestausschuss um Verena Noak und Nadine Berg, die als Gestiefelter Kater und Froschkönigs-Prinzessin den Umzug anführten, hatte mit viel Improvisation und Engagement Wochen vorher Kuchen- und Geldspenden im Dorf gesammelt und so mit wenigen Mittel ein schönes Fest für das ganze Dorf organisiert.

Für die zahlreichen Helfer, die aus Eltern als auch aus älteren Kindern des Dorfs bestanden und die Spiele beaufsichtigten, gab es als Dank ein Getränk und eine Bratwurst. Der Erlös aus dem Cafeteriaverkauf soll einer Kindertagesstätte im Überschwemmungsgebiet zugutekommen. (gus)

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