Jubiläum

Zwischen Zeitung und Sport: Siegfried Furchert feiert 75. Geburtstag

Sonst ehrt er andere, heute ist sein Ehrentag: Siegfried Furchert, hier im Interview mit dem Triathleten Philipp Mock, wird heute 75 Jahre alt. Foto: Archiv

Eschwege. Siegfried Furchert möchte der Gesellschaft etwas zurückgeben. Denn in seinem Leben hat er nach harter Arbeit viel erreicht und ist zufrieden. In unzähligen ehrenamtlichen Positionen hat er seine Erfüllung gefunden. „Ich bin glücklich, dass sich mein Leben genau in diese Richtung entwickelt hat“, sagt der Eschweger heute an seinem 75. Geburtstag.

1 Land möchte der begeisterte Weltenbummler gerne noch kennenlernen. „Japan reizt mich besonders“, sagt Furchert. Und wenn er gerade in der „Nähe“ ist, könnte es auch noch China werden.

4 Jahrzehnte war Siegfried Furchert Journalist bei der Werra-Rundschau. Nach einer Lehre als Schriftsetzer bei Woelm war er erst freier Mitarbeiter und wurde 1965 Lokalsport-Redakteur. Er initiierte in der WR ab 1970 die Wahl des Sportlers des Jahres, die später von der Kreisstadt übernommen wurde. 2005 ging er in Ruhestand.

5 Jahre alt war Furchert, als er mit seiner Familie nach Albungen kam. Geboren wurde er am 19. September 1940 in Crossen an der Oder. Nachdem seine Heimat besetzt wurde, verschlug es die Furcherts nach Nordhessen. In Albungen wurden sie herzlich aufgenommen und waren schnell integriert. „Das wünsche ich mir auch für die Flüchtlinge, die in diesen Tagen nach Deutschland kommen“, sagt er.

10 Jahre, von 1965 bis 1975, war Furchert aktiver Fußballer. Er spielte beim TSC Grün-Weiß Oberhone.

15 Jahre war er aktiver Leichtathlet beim ETSV. Seine Spezialität war der Mehrkampf. Einmal wurde er Bezirksmeister, gleich mehrfach Kreismeister.

43 Jahre ist Furchert mit seiner Margot verheiratet. Mit ihr teilt er seine Vorliebe für Sport und Reisen und engagiert sich zusammen mit ihr für die Eschweger Tafel.

52 Jahre ist Furchert mittlerweile Vorsitzender des TTC Albungen - so lange, wie es den Verein gibt. Das ist einmalig in Hessen. Dafür wurde er 2013 mit der Sportplakette des Landes Hessen, der höchsten Auszeichnung, die das Land im Sport zu vergeben hat, ausgezeichnet.

256Seiten zählt das Buch „Als der Sport laufen lernte“. Die Umsetzung und Verlegung dieses Buches war ein Abschiedsgeschenk des Verlegers der Werra-Rundschau, Dr. Peter Kluthe, zu Furcherts Ruhestand. Furchert schrieb es zusammen mit Herbert Fritsche. Besonders die vier großen Sportarten im Kreis wie Fußball, Handball, Tischtennis und Turnen werden in ihrer Entstehung beschrieben. Das Buch gibt es noch bei der WR zu kaufen.

1000 Postkarten und mehr zählt die Postkartensammlung von Furchert. Seit 1880 sammelt er Postkarten aus der Region. „Heimatgeschichte hat mich schon immer fasziniert“, sagt er, der schon mehrere Ausstellungen verwirklichte.

1987 wurde Siegfried Furchert der Landesehrenbrief verliehen. Außerdem besitzt er die Verdienstplakette des Kreises, die goldene Sportmedaille der Kreisstadt, Verdienstnadeln des Landessportbundes und ist Ehrenmitglied im Sportkreis. Der Tischtennisverband Hessen hat ihn über zehnmal ausgezeichnet.

2016 wird Furchert den Vorsitz des TTC Albungen abgeben. „Es haben sich endlich Nachfolger gefunden“, sagt Furchert. Ruhiger wird es dadurch kaum für ihn. Seit 2010 ist er im Vorstand der Eschweger Tafel aktiv, der seine Frau vorsitzt. Rund zehn Stunden pro Woche engagiert sich der Jubilar hier. Weil er der Gesellschaft etwas zurückgeben möchte. Die Heimatzeitung gratuliert ihrem ehemaligen freien Mitarbeiter herzlich, wünscht viel Gesundheit und Schaffenskraft.

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