Zwischenbilanz auf dem Tender "Werra": 778 Gerettete und ein Baby

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Hochseeuntauglich: Mit Schlauch- und Fischerbooten schicken die Schleuser die Flüchtlinge auf die 240 Seemeilen (440 Kilometer) in Richtung Italien. Die deutschen Soldaten bringen die Flüchtlinge mit Schnellbooten auf den Tender „Werra“.

Eschwege. Zum zweiten Mal ist das Marineschiff Tender „Werra", das Patenschiff der Kreisstadt Eschwege, im Mittelmeer im Einsatz, um Menschen in Seenot zu retten. Jetzt wurde hier sogar ein Baby geboren.

1 Baby wurde an Bord der „Werra“ geboren. Ikpomosa ist das Kind einer 22-Jährigen Nigerianerin, die am 22. Juli hochschwanger auf einem Schlauchboot aufgegriffen wurde. Der Junge wog 2530 Gramm und war bei der Geburt 47 Zentimeter groß. Oberstabsärztin Kathrin L. half bei der Geburt. Mutter und Kind wurden anschließend in Italien ans Festland gebracht. Es war die zweite Geburt an Bord eines deutschen Marineschiffes.

2 Besatzungsmitglieder haben beim Einsatz im Mittelmeer beschlossen zu heiraten. Oberbootsmann Florian S. vom Minenjagdboot „Datteln“ hat beim Tanken auf hoher See der Navigationsoffizieren Sandra B. von Schiff zu Schiff per Megafon einen Heiratsantrag gemacht. Dabei konnte er auf die Unterstützung seiner Kameraden bauen, die Transparente entrollten. Beide hatten sich 2015 auf dem Flug zum Tender „Werra“ kennengelernt. Die Braut hat übrigens zugestimmt.

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