Auseinandersetzungen vor iranischem Generalkonsulat in Frankfurt

Frankfurt. Vor dem iranischen Generalkonsulat in Frankfurt ist es am Sonntagabend zu Auseinandersetzungen zwischen Regimegegnern und der Polizei gekommen. Die Ordnungskräfte gingen nach Augenzeugenberichten auch mit Schlagstöcken gegen die 50 bis 100 Demonstranten vor.

 Die Polizei sprach von „vereinzeltem Gerangel“. , Die Demonstranten hätten sich geweigert, ihre Personalien überprüfen zu lassen. Diesen Schritt begründete Polizeisprecher André Sturmeit mit der „erheblichen Sachbeschädigung“ am Konsulat. Bei der spontanen Frankfurter Demonstration nach einem Polizeieinsatz gegen Oppositionelle in Teheran, bei dem am Sonntag ein Mensch getötet wurde, waren am Konsulat Außenjalousien aus der Verankerung gerissen worden.

Außerdem wurden Überwachungskameras zerstört und eine Scheibe eingeworfen. Nach Augenzeugenberichten waren mehrere hundert Beamte im Einsatz gegen die Regimegegner. Sturmeit wollte diese Zahl nicht bestätigen, sprach aber von „starken Kräften“. Frankfurts Grünen-Bürgermeisterin Jutta Ebeling, die vor Ort vermitteln wollte, kritisierte das Vorgehen der Polizei.

„Ich hätte mir gewünscht, dass sich die Polizei auf einen Kompromiss eingelassen hätte“, sagte sie der Nachrichtenagentur dpa. Eine stichprobenartige Überprüfung wäre ihrer Ansicht nach ausreichend gewesen, da die Beschädigungen nicht so schwer seien. Angesichts der Vorgänge in Teheran fehle den Iranern das Verständnis für die Haltung der Frankfurter Polizei. (dpa)

Quelle: HNA

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