Ferienanlage im Reinhardswald soll noch einmal deutlich kleiner werden

Beberbeck speckt ab

Hofgeismar. Die Pläne für das Ferienresort Beberbeck werden immer konkreter. Und immer kleiner. Jetzt kristallisiert sich heraus, dass die Besitzgesellschaft Domäne Beberbeck und potenzielle Investoren von den gigantischen Vorstellungen des Aachener Architekten Tom Krause zunehmend abrücken.

Dass die geplante Ferienanlage nicht mehr 6000, sondern maximal 4500 Betten ausweisen soll, ließ die Besitzgesellschaft bereits vor einigen Wochen verlauten. Neu ist dagegen beispielsweise eine deutliche Reduzierung der überbauten Flächen. Demnach sollen die Baugebiete von ursprünglich 126 Hektar um die Hälfte auf 63 Hektar zurückgefahren werden. Erreichen will man dies unter anderem dadurch, dass auf zuvor geplante Ferienhausgebiete vollständig verzichtet wird, ein ehemals vorgesehenes Inselhotel entfällt und die übrigen Hotelstandorte kompakter beplant werden.

Kräftig wurde der Rotstift auch im Bereich der Golfflächen und des Reitsports angesetzt. So fiel von den ursprünglich vier geplanten Golfplätzen einer völlig aus der neuen Planung heraus. Des Weiteren wurde der Abstand der Golfflächen zum Naturschutzgebiet Holzapfeltal vergrößert. Nicht mehr so ein großes Gewicht beigemessen werden soll außerdem dem Reittourismus. Nach den Vorstellungen der Planer werden die Trabrennbahn und der Poloplatz entfallen. Damit einhergehend sollen auch die Bauflächen für den Reitsport von 11,5 auf 3,5 Hektar reduziert werden.

Energiekonzept geändert

Nicht mehr verfolgt wird schließlich auch das Ziel, die gesamte Ferienanlage über ein regeneratives Energiekonzept zu versorgen. Biogasanlage und Blockheizkraftwerk tauchen in dem neuen Plan nicht mehr auf. Stattdessen sollen dezentrale Anlagen wie Fotovoltaik und Wärmepumpen zum Einsatz kommen und örtliche Energieversorger einspringen. KOMMENTAR

Von Peter Kilian

Quelle: HNA

Kommentare