Betrug bei eBay-Kleinanzeigen: So schützen Sie sich

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Um sich vor einem Betrug im eBay-Kleinanzeigenportal zu schützen, sollte man vor allem auf Angebote aus seiner unmittelbaren Nähe achten.

Kostenlos inserieren, keine Registrierung, keine Gebühren – das eBay-Kleinanzeigenportal wird immer beliebter. Doch manchmal endet die Nutzung des virtuellen Flohmarkts in einer bösen Überraschung: Betrug bei eBay-Kleinanzeigen hat Hochkonjunktur. Lesen Sie hier, wie Sie sich schützen.

Der Trick mit dem Scheck

Eine typische Masche für einen Betrug bei eBay ist ein ungedeckter Scheck. Damit wird der Verkäufer geprellt. Diese zwei Arten des Scheckbetrugs sind besonders häufig:

  • Im ersten Fall wird das zu bezahlende Geld nicht überwiesen, sondern als Scheck geschickt. Der Verkäufer versendet die Ware, sobald er den Scheck erhalten hat. Möchte er ihn anschließend einlösen, ist er nicht gedeckt – er bekommt kein Geld, die Ware ist weg.
  • Im zweiten Fall ist der Betrug bei eBay noch trickreicher: Der Käufer schickt einen Scheck mit einer „versehentlich“ zu hohen Summe. Er bittet den Verkäufer, den Differenzbetrag auf sein Konto zu überweisen. Hat der Verkäufer das getan, platzt der Scheck. Die Ware hat der Verkäufer zwar noch, den Differenzbetrag sieht er aber nicht wieder.

Was viele nicht wissen: Schecks können auch nach Wochen noch platzen. Die Banken übernehmen keine Verantwortung, wenn die Zahlungsnachweise gefälscht wurden, und erstatten das Geld nicht zurück. Lassen Sie sich deshalb nie auf eine Scheckzahlung ein.

Betrug bei eBay mit teuren Telefon-Hotlines

Eine andere Masche verleitet Interessenten dazu, vermeintliche Info-Telefone zu überteuerten Preisen anzurufen. Als Lockmittel dienen zum Beispiel tolle Jobangebote, etwa als Testfahrer für Luxusfahrzeuge – zu besten Arbeitsbedingungen und gegen auffallend hohes Gehalt. Wer sich dafür interessiert, wird an eine Telefonnummer verwiesen, die er für mehr Informationen anrufen soll. Jeder Anruf kostet horrende Gebühren.

Tipps zum Schutz vor Betrug bei eBay-Kleinanzeigen

Betrüger sind kreativ: Sie haben tausend Gründe, warum sie nicht zur vereinbarten Warenübergabe kommen können oder weshalb der Käufer vorab eine Sicherheitsgebühr leisten müsse, zum Beispiel für den Zoll.

Wie Sie einen Betrug bei eBay erkennen, erklärt zum Beispiel das Portal Techfacts. Hier einige Tipps, wie Sie sich schützen:

  • Bleiben Sie misstrauisch und vertrauen Sie Ihrem Bauchgefühl, egal ob als Käufer oder als Verkäufer. Kommen Ihnen Ihr „Geschäftspartner“ oder seine Geschäftsmethoden unseriös vor, sollten Sie keine Geschäfte mit ihm machen.
  • Als Verkäufer sollten Sie besonders vorsichtig sein, wenn die E-Mails zur Kontaktaufnahme in schlechtem Deutsch verfasst sind. Das deutet auf Betrüger hin – sie benutzen häufig Übersetzungsprogramme aus dem Internet.
  • Als Käufer sollten Sie den Kontakt abbrechen, wenn der Verkäufer ein persönliches Treffen ablehnt und auf Vorkasse drängt.
  • Bei auffallend guten Angeboten sollten Ihre Alarmglocken schrillen. Wer für einen normalen Job ein viel zu hohes Gehalt bietet oder freiwillig den doppelten Preis für eine Ware bezahlen möchte, hat mit großer Wahrscheinlichkeit einen Betrug via eBay im Sinn.

Auf der nahezu sicheren Seite sind Sie, wenn Sie sich für Angebote aus der Nähe interessieren – getreu dem Motto „Kostenlos. Einfach. Lokal“. Laut den Sicherheitstipps des Auktionshauses schützt dies zu 99 Prozent vor einem Betrug bei eBay: Sie haben als Käufer die Chance, die Ware zu besichtigen, auf Funktionstüchtigkeit zu prüfen und sofort mitzunehmen. Als Verkäufer erhalten Sie das Geld bar auf die Hand.

Quelle: HNA

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