Bahnstrecke Kassel-Frankfurt zeitweise lahmgelegt

Betrunken gegen Oberleitung: 17-Jähriger schwer verletzt

Gießen/Kassel. Betrunken ist ein 17-Jähriger nach einer Party in Gießen auf einen Güterwaggon geklettert. Dabei streifte er mit dem Kopf eine Oberleitung und wurde durch einen 15 000 Volt starken Stromschlag schwerst verletzt.

Der Vorfall spielte sich am Freitagabend im Bahnhof Gießen-Bergwald beim Anfahren des Güterzuges ab, wie die Bundespolizei in Kassel am Samstag berichtete. Mit Verbrennungen am Rücken und an Beinen wurde der Jugendliche von einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik nach Offenbach gebracht. Er hatte 1,7 Promille Alkohol im Blut.

Der 17-Jährige aus Langgöns war nach den Ermittlungen mit weiteren fünf Jugendlichen vermutlich auf dem Heimweg von einer nahe gelegenen Party, als er den Waggon im Rangierbereich des Bahnhofs stehen sah. Ein Freund, der dem Opfer nach dem Stromschlag helfen wollte, verletzte sich leicht an den Händen und erlitt einen Schock.

Die übrigen Jugendlichen wurden noch vor Ort von der Notfallseelsorge betreut. Da der Strom der Oberleitung abgestellt werden musste, wurde die Main-Weser-Bahnstrecke für eine Stunde gesperrt. Auf der Strecke Kassel-Frankfurt verspäteten sich 23 Züge.

Erst vor einer Woche war es in Schwerte (Westfalen) zu einem ähnlichen Vorfall gekommen, als ein 16-Jähriger beim Klettern auf einen abgestellten Güterzug einen Stromschlag erhielt. Bahngelände seien kein Abenteuerspielplatz, warnte die Bundespolizei in Kassel. Bei Oberleitungen bestehe schon in einer Nähe von eineinhalb Metern Lebensgefahr durch mögliche Lichtbögen. (dpa)

Quelle: HNA

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