Bundesamt genehmigt Übertragung von Reststrommengen

Biblis B kann ein Jahr länger am Netz bleiben

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Biblis B produziert seit 1976 Strom.

Biblis. Eines der ältesten Atomkraftwerke Deutschlands kann nach Angaben des Betreibers RWE wie geplant länger am Netz bleiben.

Auf das Kernkraftwerk Biblis B in Südhessen sei eine Reststrommenge von 8100 Gigawattstunden (GWh) vom stillgelegten Kernkraftwerk Mülheim-Kärlich (KMK) übertragen worden, bestätigte RWE am Dienstag eine Mitteilung des Bundesamtes für Strahlenschutz.

Damit könne der Reaktor fast ein Jahr länger laufen. Er hätte sonst etwa im Januar 2011 abgeschaltet werden müssen. Mit diesem Schritt will RWE vermeiden, dass der Reaktor vom Netz gehen muss, bevor politische Entscheidungen über längere Laufzeiten für die deutschen Atommeiler gefallen sind.

Im Atomkonsens war festgelegt worden, dass insgesamt 21 450 Gigawattstunden aus Mülheim-Kärlich auf Biblis B übertragen werden dürfen. Davon sind jetzt noch 13 350 Gigawattstunden übrig. Wie lange Biblis B mit dieser Menge dann noch weiterarbeiten könnte, konnte der Sprecher nicht sagen.

Vor kurzem hatte RWE Reststrommengen vom stillgelegten Eon-Meiler Stade für Biblis A, dem ältesten Atommeiler Deutschlands, zugekauft. Das Ende von deutschen Atomkraftwerken berechnet sich nach produzierter Strommenge, nicht nach dem Alter. Block A produziert seit 1974 Strom, Biblis B seit 1976. (dpa)

Quelle: HNA

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