Blitze schlugen ein: Unwetterschäden in der Region

Kassel. Heftige Unwetter haben in der Nacht zum Donnerstag in der Region Straßen und Keller überflutet. Die größte Regenmenge ist in Hessen laut Deutschem Wetterdienst innerhalb von zwei Stunden in Bad Arolsen mit 60 Litern pro Quadratmetern gefallen.

Unwetterschäden
in der Region

Blitzeinschläge lösten zwei Dachstuhlbränden im Kasseler Landkreis aus. In Immenhausen war ein Zweifamilienhaus betroffen.Acht Personen brachten sich nach Angaben der Polizei rechtzeitig in Sicherheit. In Bad Emstal-Sand war ein Einfamilienhaus betroffen, hier gelang es den vier Bewohnern ebenfalls sich rechtzeitig in Sicherheit zu bringen. Die Brände wurden durch die jeweiligen Freiwilligen Feuerwehren unter Kontrolle gebracht. An den beiden Wohnhäusern wird der Schaden auf jeweils ca. 100.000 Euro geschätzt. Starke Unwetter haben in ganz Hessen Straßen und Keller überflutet. Besonders betroffen war Frankfurt. Dort rückte die Feuerwehr im Laufe der Nacht knapp 100 Mal aus. Am Frankfurter Flughafen mussten nach Angaben des Flughafenbetreibers Fraport 15 Flüge nach Stuttgart, Köln und Düsseldorf umgeleitet werden. Das Unwetter verhinderte auch, dass das Gepäck verladen werden konnte. „Wäre das Unwetter tagsüber gekommen, hätten wir ein Riesen-Chaos gehabt“, sagte ein Fraport-Sprecher. Der Deutsche Wetterdienst in Offenbach hatte schon am Nachmittag vor Unwettern gewarnt.

Die Gewitterfront war über ganz Deutschland hinweggezogen und brachte reichlich Regen. „Hessen war im Focus des Geschehens“, sagte Meteorologe Jens Hoffmann vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach. Die größte Regenmenge sei innerhalb von zwei Stunden im nordhessischen Arolsen mit 60 Litern pro Quadratmetern gefallen. Das entspreche fast dem Monatssoll.

Das Gewitter hatte sich von Frankreich kommend über die Pfalz in nordöstlicher Richtung bewegt und war bis Südniedersachsen und Ostwestfalen gezogen. Die Niederschlagsmengen waren örtlich sehr unterschiedlich. So prasselten im Frankfurter Norden 40 Liter je Quadratmeter herunter, am Flughafen im Südwesten der Stadt waren es nur 26 Liter. Im nordhessischen Naumburg fielen 50 Liter und in Mühlheim am Main 47 Liter pro Quadratmeter. (eul/dpa/hco)

Quelle: HNA

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