Blumen, Obst, Gemüse: Selbsternten liegt in der Region im Trend

Kassel. Die ersten Tulpen locken am Straßenrand - später blühen hier Gladiolen oder Sonnenblumen. Blumenpflücken auf dem Feld liegt im Trend. Auch in Nordhessen bieten Bauern eine Fülle von Sorten an, und auch Obst und Gemüse holen sich immer mehr Menschen direkt vom Acker.

Aus den Blumen zum Selbstpflücken habe sich in Hessen eine kleine Branche entwickelt, „es ist aber noch eine Nische“, sagt Eberhard Walther vom Landesbetrieb Landwirtschaft in Kassel. Spezialbetriebe lieferten den Landwirten ganze Sortimente - von Tulpenzwiebeln über Saatgut für Sommerblumen und Jungpflanzen bis zu Dahlenknollen. Eben alles, was Menschen sich gern blühend in die Vase stellen.

Der Landwirt steckt Zwiebeln und Knollen in die Erde, sät aus, pflegt die Felder und überlässt die Ernte den Kunden. Die schätzten die Frische des Angebots und die Möglichkeit, sich ihre Sträuße ganz nach Geschmack zusammenzustellen, sagt Walther. Besonders beliebt seien seit Jahren Gladiolen und Dahlien. Aber auch Sonnenblumen, Löwenmäulchen, Chrysanthemen, Ringelblumen oder andere Sommerblüher fänden Abnehmer. Zwar seien die meisten Kunden ehrlich und bezahlten auch ohne Aufsicht, vor allem wenn die Felder nicht ganz abgelegen seien.

„Dort, wo die Felder in Hofnähe liegen, ist die Zahlungsmoral recht gut“, sagt Walther. Sonst werde schon mal mehr mitgenommen als bezahlt. Die Kassen müssten mehrmals am Tag geleert werden, damit es für Diebe nichts zu holen gebe. Mit Preisen von 50 Cents bis zu einem Euro für ein Gladiole werden zwar Supermarkt-Preise nicht unterboten, aber die Frische ist nicht zu übertreffen. (lhe/rpp)

Quelle: HNA

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