Bouffier: Politik muss Sorgen erkennen

Volker

Wiesbaden. Hessens neuer Regierungschef Volker Bouffier (CDU) warnt davor, dass Politik sich verselbstständigt und die Sorgen der Menschen nicht mehr erkennt. Die Politiker erreichten die Menschen nicht mehr, wenn sie nur noch entlang „ideologischer Linien“ diskutierten.

Im Gespräch mit unserer Zeitung sagte Bouffier, das gelte für die Integrationsdebatte genauso wie für Fragen, die sich angesichts der demografischen Entwicklung stellten.

Als Beispiel nannte Bouffier die Schulpolitik. Während im Parlament ständig hochemotional über Schulstrukturen gestritten werde, stelle sich in vielen Teilen des Landes die Frage, ob Schulstandorte überhaupt erhalten werden könnten.

Der Ministerpräsident warnte davor, Standortgarantien abzugeben. Angesichts knapper öffentlicher Kassen seien „ehrliche Diskussionen“ erforderlich darüber, was geht und was nicht. Zugleich betonte er aber auch, dass er dennoch unterschiedliche Bildungsgänge befürworte: „Die Einheitsschule wird es mit mir nicht geben.“ (wet) • Das Interview mit Volker Bouffier lesen Sie in der Samstagausgabe.

Quelle: HNA

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