LWV braucht mehr Geld von hessischen Kreisen

Kassel. Der Landeswohlfahrtsverband (LWV) benötigt im kommenden Jahr 55,4 Millionen Euro mehr von den Kreisen und kreisfreien Städten in Hessen. Die Verbandsumlage steigt auf 1,07 Milliarden Euro.

Das geht aus den Eckpunkten des Haushalts 2011 vor, die die Verbandsversammlung in Kassel unter Vorbehalt beschloss. Der LWV will zunächst mit den Verbänden, die Einrichtungen der Eingliederungshilfe tragen, einen Rahmenzielvereinbarung abschließen. In ihr soll vereinbart werden, mit welchen Schritten bis 2013 die Kostensteigerungen gedämpft werden können.

Verbandsdirektor Uwe Brückmann führt die Mehrkosten auf die gestiegene Anzahl behinderter Bürger zurück, die Anspruch auf Geld vom LWV haben. Dies seien 1350 Personen mehr. Der LWV werde im kommenden Jahr 1,27 Milliarden Euro für Sozialhilfeleistungen ausgeben, das seien 35 Millionen Euro mehr als 2010. Gleichzeitig erhalte der Verband 4,7 Millionen Euro weniger aus dem Kommunalen Finanzausgleich. Um alle Aufgaben erfüllen zu können, werde der LWV 1,54 Milliarden Euro ausgeben müssen, so Brückmann weiter. (kle)

Quelle: HNA

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