Bundessozialgericht: Ärzte dürfen keine weit entfernte Zweigpraxis eröffnen

Kassel. Ärzte dürfen keine zweite Praxis eröffnen, wenn diese zu weit vom Hauptsitz entfernt ist und die bisherigen Patienten deshalb leiden könnten. Das hat das Bundessozialgericht am Mittwoch in Kassel entschieden.

Es urteilte damit gegen den Wunsch eines Arztes aus Fulda, der eine Zweigpaxis in Bad Nauheim eröffnen und dort sechs Stunden pro Woche praktizieren wollte. Die Versorgung in Fulda sei aber gefährdet, wenn sich der Arzt 128 Kilometer entfernt aufhalte, befand das Gericht.

Zudem könne der Mediziner - der einzige Kinderkardiologe in Fulda - bei akuten Fällen nicht rechtzeitig an seinem Hauptsitz sein. Laut Gesetz sind Zweigpraxen zulässig, wenn die Patienten am Zweitsitz besser und am Hauptsitz nicht schlechter versorgt werden. (lhe)

Quelle: HNA

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