CDU-General: Starke bundespolitische Rolle für Bouffier

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Soll offenbar eine bedeutende Rolle in der Bundes-CDU bekommen: Volker Bouffier.

Frankfurt. CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe erwartet, dass der designierte hessische CDU-Chef und mögliche neue Ministerpräsident Volker Bouffier auch an die bundespolitische Rolle seines Vorgängers Roland Koch anknüpft.

Durch den geordneten Übergang der Funktionen in Hessen auf Bouffier sei auch die inhaltliche Kontinuität zur Arbeit von Koch gewahrt, sagte Gröhe dem Sender HR-Info. Gröhe sieht Bouffier schon jetzt als sehr aktives Mitglied des CDU-Bundesvorstandes. Als Ministerpräsident werde er als Gast auch dem Parteipräsidium angehören.

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„Wer hessischer Landesvorsitzender ist, der redet auch wegen der Größe des Landesverbands zu Recht in der Bundespolitik ein gewichtiges Wörtchen mit
“, so der CDU-Generalsekretär. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU) warnte indes seine Partei davor, Kochs Rückzug aus der Politik zu dramatisieren.

Weder sei er der einzige Unionspolitiker mit wirtschaftspolitischem Sachverstand, noch stehe er in der CDU allein für Konservatismus. „Das ist kein Privileg von Roland Koch, das gibt es in der CDU zuhauf“, sagte Böhmer der „Berliner Zeitung“ (Freitag). Sachsens Ministerpräsident und CDU-Landeschef Stanislaw Tillich, der als möglicher Koch-Nachfolger im CDU-Präsidium gehandelt wurde, steht dafür nicht zur Verfügung.

Er werde nicht für den Stellvertreter-Posten in der Bundespartei kandidieren, berichtete die „Leipziger Volkszeitung“ (Samstag) unter Berufung auf „zuständige CDU-Kreise“. Tillichs Verzicht wurde unter anderem damit begründet, dass der Vize-Posten einem starken westdeutschen Landesverband zustehe. Außerdem wolle sich der 51-Jährige auf Sachsen konzentrieren. (dpa)

Quelle: HNA

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