Checkliste Hausapotheke

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Nur wenn Ihre Hausapotheke richtig bestückt ist, hilft sie bei kleinen und größeren Notfällen.

Krankheiten und Verletzungen gehören zum Leben. Wichtig ist, dass man im Notfall schnell und gezielt handeln kann. Eine gut sortierte Hausapotheke ist oft hilfreich. Erfahren Sie hier, welche Medikamente und Hilfsmittel Sie immer griffbereit haben sollen.

Eine Hausapotheke hilft bei kleinen Kratzern oder wenn eine Erkältung im Anmarsch ist. Was in Ihre Hausapotheke gehört, prüfen Sie am besten mit dieser Checkliste.

Verbandmaterial:

  • Behandeln Sie offene Wunden mit einem Desinfektionsmittel. So beugen Sie einer Entzündung vor.
  • Pflaster in verschiedenen Größen kleinere Verletzungen vor Schmutz. Größere Wunden decken Sie mit Verbandmull ab.
  • Mullbinden fixieren zum Beispiel Druckverbände oder Salbenumschläge. Sie werden mit Heftpflastern oder Verbandklammern befestigt.
  • Elastische Binden stützen verrenkte oder verstauchte Gelenke. Wickeln Sie die Binden nicht zu fest, da sie sonst den Blut- und Lymphfluss behindern.
  • Einmalhandschuhe schützen Ersthelfer und Opfer gleichermaßen: Sie verhindern die Übertragung von Krankheitserregern bei der Erstversorgung.

 

Medikamente gegen akute Erkrankungen:

  • Gegen Kopfschmerzen und Fieber sollten Sie Medikamente mit den Wirkstoffen Paracetamol oder Ibuprofen in der Hausapotheke vorrätig haben.
  • Bei Schnupfen hilft ein Nasenspray. Es verengt die Blutgefäße in der Nase und mindert so die Schleimproduktion. Wenden Sie das Mittel aber nicht länger als fünf Tage an, sonst schadet es der Nasenschleimhaut.
  • Hustenstiller und Schleimlöser mit dem Wirkstoff mit Acetylcystein (ACC) lindern einen Hustenreiz.
  • Kohletabletten helfen gegen Durchfall. Den Verlust an Mineralstoffen können Sie mit Elektrolytpräparaten ausgleichen.
  • Krampflösende Mittel, die zum Beispiel den Inhaltsstoff Butylscopolamin enthalten, helfen bei Bauchschmerzen.

 

Tipps zur Aufbewahrung und Pflege der Hausapotheke

Bewahren Sie die Medikamente in Ihrer Hausapotheke am besten in der Originalverpackung auf und werfen Sie den Beipackzettel nicht weg. So können Sie vor der Einnahme zur Sicherheit noch einmal nachlesen, worum genau es sich handelt und wie das Medikament einzunehmen ist.

Neben dem Inhalt ist auch der richtige Standort des Apothekenschränkchens wichtig. Hängen Sie Ihre Hausapotheke auf keinen Fall im Badezimmer oder in der Küche auf. Wärme und Feuchtigkeit machen die meisten Medikamente in kurzer Zeit unbrauchbar. Am besten aufgehoben ist sie im Flur oder im kühlen Schlafzimmer. Sollten Sie Kinder haben, denken Sie daran, dass Medikamente für diese unerreichbar gelagert werden müssen. Nützlich sind auch verschließbare Medikamentenschränke.

Etwa zweimal im Jahr sollten Sie Ihre Hausapotheke aussortieren und sie gegebenenfalls neu bestücken. Viele Apotheken nehmen abgelaufene Medikamente kostenlos entgegen und entsorgen diese fachgerecht. Schütten Sie flüssige Medikamente nicht in den Abfluss oder die Toilette: Die Wirkstoffe können auf diese Weise ins Trinkwasser gelangen, da Kläranlagen flüssige Medikamente nicht vollständig herausfiltern können.

Quelle: HNA

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