Großer Empfang für Soldaten - Fritzlarer Brigade beklagt Verletzte und Traumatisierte

Dank für Mut und Einsatz

Fritzlar. Die Truppe ist zurück. Für die Luftbewegliche Brigade 1 ist ein gefährliches Einsatzjahr zu Ende. Und dafür dankte ihr gestern bei einem Appell in Fritzlar Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) persönlich in der Georg-Friedrich-Kaserne.

1314 Soldaten aus Fritzlar, Schwarzenborn und Standorten der Brigade in Niedersachsen, Bayern und Sachsen-Anhalt waren zwölf Monate lang im Auslandseinsatz. Mit 779 Soldaten war das Gros in Afghanistan stationiert. Im Kosovo waren 486 Soldaten im Einsatz. Kleinere Kontingente unterstützten die Uno-Missionen in Bosnien und im Sudan.

Mit dem Appell ist auch die Rückkehr des Jägerregiments aus Schwarzenborn und Hammelburg abgeschlossen. Es hat mit 540 Soldaten die Quick Reaction Force im Norden Afghanistans gestellt.

Nach Angaben der Brigade wurden fünf Soldaten bei den jüngst zurückliegenden Missionen verwundet, 15 kehrten traumatisiert zurück. Das Problem der Behandlung seelisch verletzter Soldaten sei vom Verteidigungsministerium in den Blick genommen worden, sagte Ministerpräsident Koch. „Wir müssen uns mit dieser Frage beschäftigen, auch weil die Zahl der Betroffenen im Vergleich zu früher größer geworden ist.“ Es werde mehr Behandlungszentren geben müssen, sagte Koch. Eine gut funktionierende Familienbetreuung sei hingegen bereits aufgebaut worden.

Der Kommandeur der Brigade, General Jürgen Setzer, freute sich, dass das gefährliche Einsatzjahr gut zu Ende gegangen ist. Der Rückkehrappell sei aber zugleich auch der Startschuss für die Vorbereitungen zum nächsten Auslandseinsatz. Exakt terminiert ist der noch nicht.

Von Marcus Janz

Quelle: HNA

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