Minister: Am Flughafen vielfältige Sicherungen

Datenstau bleibt ohne Folgen

Lässt diesmal keine Köpfe rollen: Innenminister Boris Rhein.

Wiesbaden. Hessens Innenminister Boris Rhein (CDU) wird wegen des Datenstaus am Frankfurter Flughafen keine personellen Konsequenzen im Frankfurter Polizeipräsidium ziehen. Rhein sagte gestern im Innenausschuss, sein Vertrauen in Polizeipräsident Achim Thiel habe nie in Frage gestanden. Hintergrund: Bei der Polizei waren rund 10 000 sicherheitsrelevante Datensätze über Mitarbeiter des Frankfurter Flughafens seit Oktober 2010 unbearbeitet liegen geblieben. Erst in diesem Mai wurde die Abteilung im Frankfurter Polizeipräsidium personell aufgestockt und der Datenstau beseitigt. Rhein hatte öffentlich Kritik an der Frankfurter Polizei geübt.

Obwohl es sich bei dem Stau um regelmäßige Nachberichte der Polizei zu bereits sicherheitsüberprüften Flughafenbeschäftigten handelte, sei die Sicherheit am Flughafen zu keiner Zeit gefährdet gewesen, sagte Rhein. Die Nachberichte seien nur eine Stufe des vielfältigen Sicherheitssystems: „Es gab niemanden im Sicherheitsbereich des Flughafens, der nicht sicherheitsüberprüft gewesen ist.“ Zudem gebe es für Mitarbeiter strenge Zugangskontrollen.

„Nicht durchgerutscht“

Rhein wies Vermutungenzurück, bei der Panne könnte der Flughafenattentäter Arid U. durchgerutscht sein. Der Mann, der Anfang März an einem Bussteig des Flughafens zwei US-Soldaten erschossen hatte, sei nie im Sicherheitsbereich tätig gewesen und daher auch nicht überprüft worden. (wet/lhe)

Quelle: HNA

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