Donauinselfest: das Wiener Musikfestival

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Ende Juni verwandelt sich die Insel zwischen der Reichs- und Nordbrücke in Europas größtes Open-Air-Festival: das Donauinselfest.

Das Donauinselfest gehört zu Wien wie das Neujahrskonzert, der Opernball oder Falco. Jeden Sommer verwandelt sich das Gelände zwischen Reichs- und Nordbrücke, in eine riesige Partymeile. Superstars rocken die Bühne. Hier eine Bilanz des Jahres 2013 und ein Ausblick, was die Besucher 2014 erwartet.

Das Donauinselfest ist einzigartig. Im Jahr 2013 kamen 3,2 Millionen Besucher auf das Festivalgelände. Damit ist das Musikfest, das sich über mehr als sechs Kilometer entlang der Donau erstreckt, das größte Freiluft-Festival Europas mit freiem Eintritt.

Künstler jeder Musiksparte treffen hier aufeinander – egal ob Rock, Pop, Punk, HipHop, Volksmusik oder Kabarett. Internationale Musikgrößen wie Amy Macdonald oder Rae Garvey standen in den letzten Jahren auf der Bühne. Aber auch nationale Nachwuchsstars bekommen ihre Chance. Neben den Konzerten stehen viele Sportevents und Familienaktionen auf dem Programm.

Das Donauinselfest wächst

Die Planung für das Donauinselfest 2014 laufen derzeit auf Hochtouren. Die wichtigsten Eckpunkte stehen bereits fest: Vom 27. bis 29. Juni wird drei Tage lang gefeiert. Rund 2.000 Künstler werden elf Bühnen bespielen. Alle weiteren Infos rund um das Donauinselfest werden im Frühjahr bekannt gegeben.

Sicher ist aber schon, dass das Festival gratis bleibt. Kein Besucher muss Eintritt bezahlen. Obwohl sich die wirtschaftliche Lage in diesem Jahr schwierig gestaltet, soll das Festival sogar noch wachsen. Möglich machen das neue Sponsoren, mit denen derzeit noch verhandelt wird. Die Veranstalter rechnen damit, dass diese zwei Drittel des benötigten Budgets von vier Millionen Euro übernehmen. Der Rest soll durch Subventionen der Stadt Wien finanziert werden.

Positive Bilanz des Vorjahres

Die Bilanz des Vorjahres fällt positiv aus. An seinem 30. Jubiläum verzeichnete das Donauinselfest einen neuen Besucherrekord. Der gesamte Werbewert für Wien und die Sponsoren lag laut Organisatoren bei rund 69 Millionen Euro. Die Medien veröffentlichten mehr als 9.000 Berichte weltweit über das Fest. Die Zufriedenheit der Besucher wurde von einem Meinungsforschungsinstitut erhoben und fiel durchaus positiv aus. Mehr als 80 Prozent sind demnach „zufrieden" oder sogar „sehr zufrieden".

Nach dem Jubiläumsfest 2013 gibt es auch in diesem Jahr etwas zu feiern: Der „Rock the Island"-Contest, mit dem im Vorfeld junge Künstler gefördert werden, geht in die fünfte Auflage. Die Gewinner des Musikwettbewerbs bekommen ihren eigenen Auftritt auf einer der drei größten Bühnen des Donauinselfest. Hier werden die Stars von Morgen geboren.

Ein Blick in die Vergangenheit des Donauinselfests

Das erste Donauinselfest wurde übrigens im Jahr 1984 von Stadtpolitiker Harry Kopietz initiiert, nachdem sich ein Frühjahrsfest auf der Insel ein Jahr zuvor als Besuchermagnet entpuppte. Damals hatte der Veranstalter mit 15.000 Musikfans gerechnet. Doch 160.000 kamen zu den Auftritten. Seitdem ist der Erfolg ungebrochen.

Als legendär gelten bis heute die Auftritte von Udo Jürgens, der Kelly Family und Christina Stürmer. Sie allein lockten zwischen 200.000 und 250.000 Besucher aus aller Welt auf die Donauinsel. Maßgeblich geprägt haben das Musikfestival aber auch die Lokalmatadoren wie Wolfgang Ambros und Reinhard Fendrich. Die Musiker werden auch 2014 bestimmt wieder die Bühne rocken und Partystimmung verbreiten.

Quelle: HNA

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