Ein sicherer Kinderwagen für Ihr Baby

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In einem Sport-Kinderwagen können Sie Ihr Baby mitnehmen, wenn Sie durch den Wald joggen.

Sie erwarten Ihr erstes Baby? Dann benötigen Sie erst einmal eine Grundausstattung für Ihr Kind. Dazu gehört ein guter und stabiler Kinderwagen. Er sollte vor allem eines sein – sicher. Praktisch ist ein Wagen, der zusammen mit dem Kind wächst.

Einen Kinderwagen zu kaufen, ist eine Wissenschaft. Der Handel bietet unzählige Modelle mit vielen Zusatzfunktionen und Sonderausstattungen. Grundsätzlich unterscheidet man diese Arten:

  • In einem klassischen Kinderwagen liegt der Säugling in einer Schale oder einem Korb, der von einem Fahrgestell getragen wird. Diese Modelle sind normalerweise relativ günstig. Da das Baby aber schnell über die Größe des Wagens hinaus wächst, brauchen Sie schon wenige Monate nach der Geburt ein anderes Gefährt.
  • Ein Sportwagen, auch „Jogger“ genannt, eignet sich für Säuglinge und Kinder bis etwa zwei Jahre. Er ist stabil, gut gefedert und gepolstert und fährt auf luftgefüllten Rädern, damit Ihr Kind nur sanft schaukelt, selbst wenn Sie durch unebenes Gelände joggen. Ein solcher Kinderwagen eignet sich vor allem dann, wenn Sie oft mit dem Baby laufen oder spazieren gehen möchten. Sportwagen mit drei Rädern sind besonders wendig und flexibel.
  • Einen Kombiwagen nutzen Sie, bis Ihr Kind etwa drei bis vier Jahre alt ist – er wächst mit dem Kind. Solange es noch ein Säugling ist, liegt das Baby in einer festen Wanne oder Softschale, die Sie oft sogar abnehmen und als Autositz nutzen können. Später bauen Sie den Kinderwagen zu einem Sportwagen mit Fußstütze und verstellbarer Rückenlehne um, in dem Ihr Kind aufrecht sitzt. Allerdings sind Kombiwagen meistens deutlich teurer als andere Modelle.
  • Ein Buggy ist ein besonders leicht und wendig und lässt sich mit wenigen Handgriffen zusammenklappen. Er ist nicht so bequem wie andere Kinderwagen und deshalb nur dann für lange Ausflüge geeignet, wenn Ihr Kind schon laufen kann und nur hin und wieder im Wagen sitzt. Dafür ist er im Alltag praktisch, wenn Sie ihn immer wieder im Auto verstauen, über Stufen heben oder durch enge Passagen bugsieren müssen.

Ein Kinderwagen muss sicher sein

Viele Hersteller bestätigen durch ein GS-Zeichen auf dem Kinderwagen, dass Ihr Kind darin sicher aufgehoben ist. „GS“ steht für „geprüfte Sicherheit“. Das Zeichen garantiert, dass der Kinderwagen alle Vorgaben des Produktsicherheitsgesetzes erfüllt. Der Hersteller darf das GS-Zeichen erst auf seinen Kinderwagen kleben, wenn ihn eine zugelassene Stelle – zum Beispiel der TÜV – geprüft hat.

Wenn Sie einen Kinderwagen kaufen, dann achten Sie außerdem auf diese Kriterien:

  • Der Wagen muss stabil und fest stehen und darf nicht schon bei einem kleinen Schubs kippen. Rütteln Sie an jedem Modell und testen Sie es, indem Sie schnell enge Kurven fahren, bevor Sie sich entscheiden.
  • Ein Kinderwagen, den Sie einklappen können, ist praktisch. Der Mechanismus muss aber gesichert sein, damit sich der Wagen nicht mitsamt dem Kind zusammenklappt.
  • Sitzende Kinder rutschen leicht aus dem Wagen – vor allem, solange sie noch sehr klein sind. In einem Sitz-Kinderwagen muss das Baby deshalb mit einem Gurt oder einem Bügel über dem Bauch gesichert sein.
  • Mindestens an zwei Rädern sollte eine Bremse montiert sein.

Sondermodelle für Geschwister oder Kinder mit Behinderung

Darüber hinaus bieten die Hersteller diverse Kinderwagen-Sondermodelle an. Zwillinge oder zwei Kinder in ähnlichem Alter transportieren Sie sie am besten in einem Geschwister-Kinderwagen. In einem Tandem-Wagen sitzen die Kinder hintereinander. Damit rangieren Sie gut durch enge Straßen oder Geschäfte. Ein Doppelsitzer, in dem die Kinder nebeneinander sitzen, ist dagegen sehr breit, auf längeren Ausflügen aber viel bequemer für die Kleinen.

Für Kinder, die wegen einer Behinderung nur in einer bestimmten Stellung liegen dürfen, werden spezielle Kinderwagen angeboten – zum Beispiel besonders breite Modelle für Babys, die wegen einer Fehlstellung der Hüfte eine Spreizhose tragen müssen.

Quelle: HNA

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