Ex-Ministerpräsident Koch zahlt Übergangsgeld zurück

Wiesbaden. Der frühere Ministerpräsident Roland Koch (CDU) hat mehrere zehntausend Euro an das Land Hessen zurückgezahlt. Knapp vier Monate nach seinem Rückzug aus der Politik habe Koch das Übergangsgeld zurück überwiesen, das er als ausgeschiedener Ministerpräsident bisher erhalten habe.

Das sagte Regierungssprecher Michael Bußer am Donnerstag in Wiesbaden. Auf das Geld, das Koch bis zu seinem Start beim Baukonzern Bilfinger Berger kommendes Jahr noch zugestanden hätte, verzichte er. Kochs Übergangsbüro mit zwei Mitarbeitern werde in den ersten drei Monaten des neuen Jahres aufgelöst.

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Die Summe des zurückgezahlten Geldes dürfte sich auf rund 50 000 Euro belaufen. Koch wird dem Vorstand der Baufirma ab März angehören, im Juli soll er dessen Chef werden. Ende August war er als hessischer Regierungschef ausgeschieden. Seine Ankündigung Ende Oktober, zu Bilfinger Berger zu wechseln, hatte scharfe Kritik ausgelöst. Koch wurde vorgeworfen, in einen Konzern zu wechseln, der von den Entscheidungen der Landesregierung zuvor stark profitiert habe.

Koch soll auch Aufsichtsratschef beim deutschen Ableger der Schweizer Großbank UBS werden. (dpa)

Quelle: HNA

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