RWE fährt Kernkraftwerk Biblis B nicht wieder an

RWE hat entschieden: Biblis B soll nicht mehr ans Netz. Der Meiler werde nach Abschluss der Revision in der kommenden Woche nicht angefahren, betonte der Kraftwerksbetreiber.

Das Aus für acht Atomkraftwerke ist besiegelt - darunter auch für Biblis B. RWE will nach Auslaufen des Atom-Moratoriums sein Kernkraftwerk Biblis B in Südhessen nicht wieder anfahren. Das teilte RWE am Donnerstagabend in Essen mit. Rechtlich wäre ein Anfahren der durch das Moratorium für drei Monate stillgelegten Meiler für einige Wochen möglich. Denn das Atomgesetz, das das dauerhafte Aus verfügt, wird nicht vor Mitte Juli vorliegen.

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Das Kernkraftwerk Biblis B werde nach Abschluss der Revision in der kommenden Woche nicht angefahren, betonte RWE. „Damit wird auch dem Wunsch der Politik Rechnung getragen, die während des Moratoriums abgeschalteten Anlagen nicht mehr zur regulären Stromerzeugung einzusetzen.“ Für das auch abgeschaltete Kraftwerk Biblis A hatte RWE ohnehin ein Wiederanfahren nicht erwogen.

Auch die anderen Kraftwerksbetreiber wollen den rechtlichen Schwebezustand bis zur Stilllegungsverfügung durch das neue Atomgesetz nicht zum Wiederanfahren ihrer Meiler nutzen. Allerdings hat EnBW dies für seine Meiler noch nicht offiziell mitgeteilt. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa wird aber auch der baden-württembergische Energiekonzern kein betroffenes AKW mehr anfahren.

Betroffen von dem Aus sind folgende acht Meiler: Neckarwestheim I, Philippsburg I (EnBW/Baden-Württemberg), Biblis A und B (RWE/Hessen), Isar I (Eon/Bayern), Unterweser (Eon/Niedersachsen) und für die seit längerem vom Netz getrennten Vattenfall-AKW Brunsbüttel und Krümmel in Schleswig-Holstein.

Quelle: HNA

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