Frankfurt will NPD-Volkszähler offenbar verbieten

Frankfurt. Die Stadt Frankfurt will Mitglieder der rechtsextremen NPD nicht als Interviewer bei der Volkszählung zulassen. Das schreibt die "Frankfurter Rundschau" (Samstag) und beruft sich auf die Leiterin der städtischen Erhebungsstelle, Waltraud Schröpfer.

Sie sagte dem Blatt, wer die Informationen aus den Interviews anderweitig als vorgeschrieben nutzen wolle, werde "bei der Auswahl als Volkszähler definitiv nicht berücksichtigt".

Die hessische NPD hatte Anhänger und Sympathisanten öffentlich dazu aufgerufen, sich als Volkszähler zu beteiligen. Mit den Daten will die Partei dann gezielter Wähler ansprechen. Das Zensus-Gesetz schreibt hingegen vor, dass alle gewonnenen Daten ausschließlich für die Volkszählung verwendet werden dürfen. Der Zensus beginnt am 9. Mai. 7000 Interviewer sollen dabei rund zwölf Prozent der Bevölkerung befragen. (dpa)

Quelle: HNA

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