Freiwilliges Kirchgeld soll Löcher stopfen

Hofgeismar. Die evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck will ihre Gemeindekassen ab dem Jahr 2012 flächendeckend mit einem freiwilligen Kirchgeld aufbessern.

Wenn jährlich jedes Gemeindemitglied nur drei Euro gebe, seien 2,7 Millionen Euro mehr in der Kasse, sagte der neu gewählte Präses Rudolf Schulze (Melsungen) gestern zum Abschluss der dreitägigen Synode in Hofgeismar. In einigen Pilotkirchenkreisen gebe es schon positive Erfahrungen. Die Gemeindemitglieder sollten einmal im Jahr per Post um eine Spende gebeten werden.

Mit dem Kirchgeld könnten die Gemeinden Projekte in den 27 Kirchenkreisen realisieren oder die tägliche Gemeindearbeit verbessern, ergänzte der Vizepräsident der Landeskirche, Dr. Volker Knöppel.

Knöppel betonte, die Kirche werde auch in Zukunft an ihrem Sparkurs festhalten. Wahrscheinliche Steuerausfälle und der demografische Wandel seien die Gründe dafür. Anders als Bund, Länder und Kommunen, die lediglich eine Schuldenbreme planten, mache die Kirche keine Schulden. Die Ausgaben würden ständig den Einnahmen angepasst. Die Kirche sei dabei aber auf Rücklagen und Rückstellungen angewiesen. Im Jahr 2009 sei das Sondervermögen des so genannten Kirchenverwahrs auf 95 Millionen Euro und damit auf fast die Hälfte des Haushaltsvolumens aufgestockt worden, so Knöppel. (kle)

Quelle: HNA

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