Land lockert Lärmschutz während der WM - Keine Änderungen bei privaten Festen

Fußball-WM: Fans dürfen länger feiern

Ausgelassene Stimmung: Auch bei der am Freitag beginnenden Weltmeisterschaft darf auf Plätzen, auf denen die Spiele übertragen werden, bis 1 Uhr gefeiert werden. Foto: dpa

Wiesbaden. Frohe Kunde für alle hessischen Fußballfans: Sie können während der Weltmeisterschaft länger in Gaststätten und auf Plätzen, auf denen Spiele übertragen werden, feiern.

Umweltministerin Silke Lautenschläger (CDU) hat für die Zeit der WM die Lärmschutzrichtlinien ausgeweitet. Danach darf bis 1 Uhr nachts gefeiert werden.

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Kommentar: Kein Freibrief

Lautenschläger: „Public Viewing ist in Hessen ohne behördliche Genehmigung gestattet.“ Viele Spiele endeten erst nach 22 Uhr und könnten von den Veranstaltern auf den Großleinwänden bis zum Ende gezeigt werden.

Grundlage für die Erlaubnis ist nach Angaben von Christoph Zörb, Pressesprecher im Umweltministerium, die „technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm“, kurz TA Lärm genannt. Die in ihr definierten Grenzwerte gelten normalerweise bis 22 Uhr und werden nun auf 1 Uhr verlängert (siehe Hintergrund). Danach muss es leiser werden. Wichtig: Die Verordnung gilt nur für öffentliche Übertragungen von Fußballspielen auf Plätze, für Zeltparties und für Gaststätten, nicht aber für private Feiern in Gärten oder Häusern.

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Auch während der genannten Zeiten können die örtlichen Behörden die Lärmentwicklung kontrollieren und bei Überschreitung der Grenzwerte einschreiten. Es gibt aber keine Weisung vom Land, verstärkt zu überwachen. Nicht gelockert wurde die TA Lärm in Kurgebieten sowie in den Bereichen von Krankenhäusern und Seniorenheimen. Dort gebe es, so das Ministerium, einen besonderen Ruhebedarf.

Kein Neuland

Hessen betritt mit der Regelung kein Neuland. Bei der Weltmeisterschaft 2006 und der Europameisterschaft2008 wurde genauso verfahren. Die Erfahrungen damit seien, so Zörb, überwiegend positiv gewesen. Das Public Viewing bis 1 Uhr ist vom Beginn der WM am Freitag, 11. Juni, bis zum Endspiel am Sonntag, 11. Juli, erlaubt.

Von Peter Klebe

Quelle: HNA

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