Landesverband des Roten Kreuzes blockiert Satzungsänderung zum zweiten Mal

DRK gegen mehr Wettbewerb

Bad Hersfeld. Zum zweiten Mal scheiterte auf der Landesversammlung des Deutschen Roten Kreuzes Hessen der Versuch, eine neue Satzung einzuführen. Nur 143 der 217 Delegierten aus den Kreisverbänden haben in Bad Hersfeld dafür gestimmt: zu wenige für die benötigte Mehrheit von drei Vierteln. Im letzten Jahr war bereits vergeblich versucht worden, die Satzung auf einer außerordentlichen Sitzung einzuführen.

Mit der neuen Landesverbandssatzung sollte das sogenannte Territorialprinzip abgeschafft werden. Im Moment arbeiten die 39 Kreisverbände relativ eigenständig und haben Entscheidungshoheit in ihren Bezirken. Dies sollte sich teilweise ändern.

Vorgesehen war, dass beispielsweise ein Verband, der in der ambulanten Pflege besonders erfolgreich ist, auch ambulante Pflege in anderen Kreisen anbieten darf. Auch sollte erleichtert werden, Neuerungen landesweit zu koordinieren. Beispiel: Würde der Landesverband beschließen, mehr Altenheime zu bauen, könnten sich einzelne Kreisverbände dagegen entscheiden. Der neuen Satzung gemäß hätte dann ein anderer Kreisverband im fremden Einzugsgebiet ein neues Altenheim bauen können. DRK-Präsidentin Annemarie Rönsch enttäuscht: „Wir hatten viel Energie, Arbeit und Herzblut in den Entwurf gesteckt.“

Von Irene Habich

Quelle: HNA

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