40 Firmen im Eröffnungs-Endspurt

Grimmwelt: Stadt Kassel gab erstmals Einblick in die Ausstellung

Kassel. Gut zwei Wochen vor der Eröffnung der Grimmwelt am 4. September gleicht der Ausstellungsbau auf dem Weinberg noch einer Großbaustelle.

Mitarbeiter von rund 40 Firmen sind derzeit parallel dabei, die Schaustücke einzubauen sowie die Außenanlagen fertigzustellen.

Der Zeitdruck ist hoch. Doch bis zum Starttermin am Tag vor der Kasseler Museumsnacht „werden wir definitiv fertig sein“, sagte Oberbürgermeister Bertram Hilgen am Dienstag bei einem Vorschautermin, der bundesweite Medienbeachtung fand.

Was dabei schon zu sehen war, verhieß faszinierende Einblicke in Leben und Werk der Brüder Grimm und deren fantastische Märchenwelten. So werden Besucher durch geheimnisvolle Flüsterstimmen in einen Märchenwald gelockt oder können ihr Abbild per Videotechnik in einen Guckkasten übertragen lassen, wo sie dann mit am Tisch der Sieben Zwerge sitzen. Auf den verschlungenen Pfaden der Ausstellungsbereiche kann man – wie Hänsel und Gretel – schnell einmal vom Weg abkommen. Dies ist nach Angaben der Berliner Mitkuratorin Nicola Lepp durchaus erwünscht.

Erste Einblicke in die Grimmwelt Kassel

Neben einer Vielzahl von Multimedia- und Mitmach-Erlebnissen will das neue Ausstellungshaus aber auch wissenschaftlichen Ansprüchen genügen und die Grimms biographisch sowie als bedeutende Sprachforscher erlebbar machen. In einer Art Schatzkammer im Zentrum der Ausstellung entsteht gerade der Präsentationsbereich für die wertvollen Handexemplare der Kinder- und Hausmärchen, die zum Weltdokumentenerbe der Unesco gehören.

Gemeinsam mit dem Bergpark Wilhelmshöhe als Weltkulturerbe sowie der Weltkunstschau documenta werde die Grimmwelt für die Stadt Kassel „ein ganz wesentlicher Meilenstein“ sein, sagte Oberbürgermeister Hilgen. Die Stadt rechnet mit jährlich etwa 80 000 Besuchern in dem 20 Millionen Euro teuren Ausstellungshaus.

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