Hahn plant Handyblocker ab 2011

Handyverbot in Hessens Knästen kommt

Wiesbaden. Das Handyverbot in Hessens Gefängnissen kommt. Nach Informationen mehrere Medien setzt die hessische Justiz ab Anfang 2011 so genannte Handyblocker ein. Damit können Inhaftierte nicht mehr mit eingeschmuggelten Handys telefonieren können.

Die erste Testanlage soll Anfang 2011 in der neuen Justizvollzugsanstalt Frankfurt I in Betrieb gehen. Das kündigte Justizminister Jörg-Uwe Hahn (FDP) am Dienstag in hr-iNFO an.

Hahn begründete die Handyblockade damit, dass es bisher Untersuchungshäftlingen möglich sei, per Handy ungehindert und unkontrolliert Beweismittel beiseite zu schaffen. Zudem könnten sie Absprachen mit noch nicht gefassten Mittätern treffen und Zeugen massiv unter Druck setzen.

Auch könnten Strafgefangene auf diese Weise ihre Befreiung absprechen, so der Justizminister. Die bereits durchgeführten Durchsuchungsaktionen nach Mobiltelefonen, Drogen und Waffen in den Justizvollzugsanstalten hätten bisher schon "erheblich geholfen" und zu einer "großen Verunsicherung" bei den Gefangenen geführt.

Es reiche mittlerweile aus, in einer Anstalt "nur das Gerücht zu verbreiten, morgen ist eine Razzia, dann kann man schon manchmal die Toiletten spülen hören", sagte Hahn. (tat) 

Quelle: HNA

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