Hausratversicherung: Schutz für Ihr Hab und Gut

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Eine Hausratversicherung schützt nicht vor Einbrechern, ersetzt aber zumindest den finanziellen Verlust.

Die Hausratversicherung ist kein Muss. Dennoch gehört sie in Deutschland zu den beliebtesten Policen. Sie schützt nicht vor Schäden, kann aber im Ernstfall zumindest den materiellen Wert der persönlichen Habseligkeiten ersetzen. Lesen Sie, worauf Sie vor dem Abschluss achten sollten.

Leistungen der Hausratversicherung

Eine Hausratversicherung deckt Schäden am Mobiliar oder Gegenständen, die sich im Haushalt befinden, ab. Dazu zählen zum Beispiel Teppiche, Kleidung, Bargeld, Geschirr oder Elektrogeräte. Sie springt ein, wenn Feuer oder Leitungswasser die Wohnungseinrichtung beschädigen oder zerstören. Nach einem Einbruch oder Raub ersetzt die Hausratversicherung den Wert der gestohlenen Sachen. Außerdem sind Schäden, die durch einen Sturm, Hagel oder Blitzschlag sowie durch eine Explosion entstanden sind, versichert.

Der Versicherer zahlt auch, wenn Sie zum Beispiel wegen eines Wohnungsbrandes im Hotel übernachten müssen. Auch für die Renovierung übernimmt er die Kosten. Sie müssen allerdings den Schaden nachweisen.

Deckungssumme hoch genug ansetzen

Damit Sie im Schadensfall die richtige Entschädigung – im Idealfall die Höchstentschädigung – erhalten, müssen Sie zunächst den Wert ihrer Sachen ermitteln. Die meisten Versicherer berechnen die Deckungssumme mit einem Pauschalwert von 650 Euro je Quadratmeter Wohnfläche. Verlassen Sie sich aber nicht darauf. Um einer Über- oder Unterversicherung zu entgehen, rechnen Sie am besten den Neuwert des gesamten Hausrats zusammen. Es lohnt sich, Quittungen und Kaufbelege aufzubewahren und wertvolle Dinge wie Bilder oder Schmuck zu fotografieren.

Prämien vergleichen

Die Beiträge für die Hausratversicherung hängen von Versicherungssumme und Wohnort ab. Wenn Sie in einer ruhigen Gegend wohnen, müssen Sie zum Beispiel weniger zahlen als in einer Großstadt, in der es häufig zu Wohnungseinbrüchen kommt. Die Angebote unterscheiden sich nicht nur im Preis, sondern auch in den Leistungen.

Das macht die Suche nach der günstigsten Hausratversicherung aufwendig. Lassen Sie sich nicht allein von den Prämien leiten, sondern suchen Sie nach einem Angebot, das auf Sie und Ihre Familie zugeschnitten ist. Hilfe finden Sie im Internet. Das Portal Check24 vergleicht zum Beispiel die Angebote der verschiedenen Versicherungsunternehmen. Anhand Ihrer individuellen Daten ermittelt es die beste Hausratversicherung für Sie.

Oft Zusatzversicherung nötig

Ist der Schaden wegen grober Fahrlässigkeit des Versicherungsnehmers entstanden deckt ihn die Hausratversicherung in der Regel nicht ab. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn ein Einbrecher durch eine offene Wohnungstür gelangt ist. Auch für Überspannungsschäden durch Blitzschlag übernimmt die Versicherung keine Kosten. Teure TV-Geräte, Computer oder Stereoanlagen sollten Sie deshalb zusätzlich versichern.

Problematisch ist die Absicherung gegen Naturkatastrophen sowie Überschwemmungs- oder Erdbebenschäden. Zwar bieten die Versicherer dies an, allerdings übernimmt die Assekuranz gerade in Regionen, wo tatsächlich mit solchen Schäden gerechnet werden muss, das Risiko meist nicht –oder nur zu sehr hohen Preisen.

Für einen Aufpreis können Sie Ihr Fahrrad in die Hausratversicherung aufnehmen lassen. Aber Vorsicht: Stellen Sie Ihr Rad nicht in den Garten. Wird es dort gestohlen, zahlt die Versicherung nicht – egal, ob das Rad mit einem Schloss oder durch ein verriegeltes Tor geschützt war. Die Hausratversicherung deckt nur den abschließbaren Wohnbereich ab. Darunter fällt zum Beispiel ein abgesperrter Schuppen oder der Keller. Der Garten zählt nicht als Versicherungsort.

Quelle: HNA

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