Hessen geben zwei Tonnen Munition und 9185 Waffen ab

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In Hessen wurden im Jahr 2009 insgesamt 9185 Waffen aus dem Verkehr gezogen.

Wiesbaden. In Hessen wurden im Jahr 2009 insgesamt 9185 Waffen aus dem Verkehr gezogen. 5913 davon waren scharfe Schusswaffen. „Das sind fast 10000 Waffen, die nicht mehr in falsche Hände gelangen können und mit denen kein Verbrechen mehr verübt werden kann.“

Das sagte Innenminister Volker Bouffier zum Stand der Rückmeldungen aus den Behörden von Anfang Februar.D ie hohe Anzahl der zurückgegebenen Waffen ist seiner Ansicht nach ein Erfolg der verschärften Waffengesetze sowie der damit einhergehenden Amnestieregelung.

Noch immer würden Teile der Waffen im Landeskriminalamt überprüft, ob diese bei Straftaten benutzt wurden. Die Gesamtzahl der zurückgegebenen Waffen setzt sich zusammen aus 5207 Waffen, für die die Besitzer keine Erlaubnis hatten und die Amnestie nutzten, um diese loszuwerden.

Darunter sind nicht nur scharfe Waffen, sondern auch 3272 so genannte sonstige Waffen, wie Schreckschusspistolen oder Hieb- und Stichwaffen. Außerdem wurden im vergangenen Jahr zusätzlich 3978 legale Waffen freiwillig bei den Behörden abgegeben.

Grund hierfür ist die Verschärfung des Waffenrechts. „Striktere Anforderungen bei der Aufbewahrung von Waffen haben viele Bürger dazu veranlasst, alte Erbstücke und ungenutzte Waffen abzugeben. Dadurch konnten sie sich hohe Kosten für die Anschaffung neuer Sicherungssysteme und Waffenschränke sparen“, erläuterte Minister Bouffier die Zahlen.

Außerdem sind im Jahr 2009 insgesamt mehr als zwei Tonnen Munition abgegeben worden. Im Jahr 2008 war eine Tonne Munition bei der Polizei eingegangen. Die Waffen und die Munition werden durch das Präsidium für Technik, Logistik und Verwaltung vernichtet.

Bouffier sieht nach dem Amoklauf in Winnenden vom 11. März 2009 eine Sensibilisierung der Bürgerinnen und Bürger für die Probleme, die durch den Besitz von Waffen entstehen können. „Unterm Strich zeigt die hohe Anzahl der abgegebenen Waffen den unmittelbaren Erfolg der Waffenrechtsreform, die richtig und wichtig gewesen ist“, resümierte Bouffier. (jum)

Quelle: HNA

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