Hessen gibt 17.000 Euro für Weiterbildung von Imamen

Für die Weiterbildung von Imamen und weiblichen Moschee-Mitgliedern gibt das Land Hessen dieses Jahr 17.000 Euro. An dem „Aufklärungsprojekt für Imame und weibliche Mitglieder der Moscheen“ der Türkisch-Deutschen Gesundheitsstiftung beteiligt sich das Land seit 2008.

In den Schulungen geht es um Themen wie Gesundheit, Bildung, Gleichberechtigung, Gewaltprävention und Erziehung. Bei einem Besuch einer Moschee in Friedberg sagte Integrationsminister Jörg-Uwe Hahn (FDP) am Pfingstsamstag, „dieses Projekt leistet einen wichtigen Beitrag zur Integration.“ In den vergangenen zwei Jahren gab es zwölf Schulungen in vier Moschee-Gemeinden in Offenbach, Kassel und Gießen. Teilgenommen haben etwa 320 Menschen, die eine wichtige Rolle in den Gemeinden spielen. „So kann eine Zielgruppe erreicht werden, die ansonsten schwerer zugänglich ist“, sagte Hahn. Die Imame und die Vorsitzenden der Gemeindevorstände hätten in den Moscheen eine wichtige Beratungsfunktion und seien Multiplikatoren.

Nach den Sommerferien gebe es hoffentlich Klarheit über den angedachten Islamunterricht an hessischen Schulen, sagte Hahn. Für einen solchen Unterricht verlangt das Grundgesetz eine Religionsgemeinschaft mit einem hinreichenden Organisationsgrad. Einen solchen Partner gibt es bei den muslimischen Verbänden bisher nicht. (dpa)

Quelle: HNA

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