Land Hessen mietet in Brüssel neue EU-Vertretung für 2,9 Millionen Euro an

Wiesbaden/Brüssel. Für 2,9 Millionen Euro im Jahr hat das Land Hessen eine neue EU-Vertretung in Brüssel angemietet. Das Gebäude wird mit einer Fläche von 6116 Quadratmetern fast vier Mal so groß sein wie die derzeitige Landesvertretung. Und deutlich teurer.

Wie das Europaministerium am Freitag in Wiesbaden weiter berichtete, wurde der Vertrag am Vortag in Brüssel unterzeichnet. Im Frühsommer 2013 soll das neue Gebäude bezugsfertig sein.

Europaminister Jörg-Uwe Hahn (FDP) sprach von einem „funktionalen Hessenhaus im Herzen des Brüsseler Europaviertels“. Da 80 Prozent der Gesetze heute auf europäischer Ebene entschieden würden, müsse Hessen an den Entscheidern nah dran sein. Dank der größeren Fläche könne im neuen Gebäude das Konzept eines Mehr-Regionen-Hauses umgesetzt werden.

Als Untermieter sind die Partnerregionen Aquitaine (Frankreich,) Emilia-Romagna (Italien) und Wielkopolska (Polen) vertreten. Aus Hessen werden noch die Metropolregion FrankfurtRheinMain, die Handwerkskammer Rhein-Main und die WI-Bank der Helaba miteinziehen.

Die Jahresmiete steigt mit der neuen Vertretung von bisher 750.000 Euro auf 2,9 Millionen Euro. Sie werde anteilig von Hessen als Hauptmieter sowie den Untermietern getragen, teilte das Ministerium mit. Eine Warmmiete von 39,20 Euro pro Quadratmeter sei ortsüblich in derartigen Lagen von Brüssel. Hessens Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) erklärte, vergleichbare Preise müsse man auch in zentralen Lagen Frankfurts bezahlen. Hessen habe in seine Zukunft investiert. (dpa)

Quelle: HNA

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