Hessens Händler mit Weihnachtsgeschäft zufrieden

Wiesbaden. Schmuck, Spielzeug, Smartphones: Die Menschen in Hessen haben kurz vor Weihnachten noch einmal ordentlich eingekauft. Die Händler gehen zufrieden, aber wohl ohne Rekordsumme in die Feiertage.

Kurz vor Heiligabend sind Hessens Einzelhändler mit dem diesjährigen Weihnachtsgeschäft weitgehend zufrieden. „Insgesamt muss man aber sagen, dass wir unser Ziel von sieben Milliarden Umsatz im Weihnachtsgeschäft wahrscheinlich nicht erreichen werden“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Hessischen Einzelhandelsverbands, Michael Kullmann, am Samstag in Wiesbaden.

Der Rekordumsatz hätte ein Umsatzplus von zwei Prozent bedeutet. Gut verkauft hätten sich Düfte, Schmuck, Bücher, Spielzeug und Technikartikel wie Smartphones und Tablet-Computer. Der Geschenkkauf setzte in diesem Jahr spät ein. Der vierte Adventssamstag sei der bislang beste gewesen, berichtete Kullmann.

Die Menschen seien zunehmend nachmittags und abends Shoppen gegangen. „Das kann man in den großen Städten auf jeden Fall sehen.“ In Frankfurt rechneten die Händler mit einem durchschnittlichen Dezembergeschäft. In den vergangenen Tagen sei viel Schmuck und Parfüm verkauft worden, zuvor Technik wie Handys und E-Book-Reader. „Montag wird wohl ein Tag der Lebensmittel und der kleinen, vergessenen Geschenke sein“, sagte ein Sprecher des Frankfurter Handelsverbands.

Diese Saison habe zwei Verkaufstage weniger als im Vorjahr, zudem sei das Vertrauen der Verbraucher eingeknickt. „Aber positiv ist: Weihnachten ist trotzdem.“ Zwischen den Jahren würden nun Gutscheine eingelöst und Geschenke umgetauscht.

Die Deutschen sind nach Angaben des Marktforschungsunternehmens GfK derzeit weniger in Kauflaune als sonst. Die Konsumstimmung hatte sich zum zweiten Mal in Folge verschlechtert, die Euro-Schuldenkrise und der Arbeitsmarkt bereiteten Verbrauchern zum Jahresende Sorgen. (dpa)

Quelle: HNA

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