Hessens Justiz bringt kriminelle Jugendliche schneller vor Gericht

Wiesbaden. In Hessen landen kriminelle Jugendliche heute schneller vor Gericht als noch vor vier Jahren: Dauerte es damals durchschnittlich 1,83 Monate, bis die Staatsanwaltschaft die Fälle bearbeitet hatte, sind es 2010 nur noch 1,6 Monate gewesen.

In diesem Jahr bislang sogar nur 1,3 Monate, so Hessens Justizminister Jörg-Uwe Hahn (FDP).

Zum Tempo beigetragen haben laut Hahn die zunächst als Modelle eingeführten Häuser des Jugendrechts in Frankfurt und Wiesbaden. Dort arbeiten Polizei, Staatsanwaltschaft und Jugendhilfe unter einem Dach zusammen. In Wiesbaden habe es 2010 bei 2000 Fällen weniger als eine Woche gedauert, bis die Fälle vor den Jugendrichter kamen und weniger als zwei Wochen, bis das Jugendschöffengericht sich mit einer Tat befasste.

So würden Jugendliche schnell mit den Konsequenzen ihrer Tat konfrontiert, sagte Hahn. An der Zahl der Fälle ändere sich dagegen wenig, so Hessens Generalstaatsanwalt Hans-Josef Blumensatt bei der Vorstellung seines Jahresberichtes. Sie liege bei rund 60.000 im Jahr. (wet)

Mehr lesen Sie in der gedruckten Donnerstagsausgabe der HNA.

Quelle: HNA

Kommentare