345 Steuerflüchtlinge aus Hessen erkannt

Hinweise auf weitere Sünder

Frankfurt. In Hessen gibt es neue Hinweise auf Steuersünder, die ihr Geld illegal ins Ausland transferiert haben. Auf der Compact-Disc (CD), die das Land Nordrhein-Westfalen angekauft habe, fänden sich 345 Hinweise, sagte ein Sprecher des Finanzministeriums am Dienstag in Wiesbaden und bestätigte damit einen Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ). Nordrhein-Westfalen hatte die CD mit Fällen aus Luxemburg in Abstimmung mit dem Bund gekauft und Daten an andere Länder weitergegeben.

3500 Ermittlungsverfahren

Über Selbstanzeigen zu diesen Fällen konnte der Sprecher noch keine Angaben machen. Seit dem Auftauchen der ersten Steuer-CD im Februar 2010 bis Ende Juli dieses Jahres waren über 3800 Selbstanzeigen bei den hessischen Finanzbehörden eingegangen. Neuere Zahlen liegen nicht vor. Die Anzeigen mündeten in fast 3500 Ermittlungsverfahren. Von Februar 2010 bis Ende Juli verbuchte das Land rund 395 Millionen Euro zusätzliche Steuern. (lhe)

Quelle: HNA

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