50 von 2000 Leservorschlägen schafften es auf die Mundartliste

HNA-Aktion "Rettet unsere Mundarten" vor dem Abschluss

Kassel. Von mehr als 2000 bei der Gesellschaft für Nordhessische Mundarten (GNM) und den Redaktionen unserer Zeitung von Dezember 2009 bis Juli 2010 eingegangenen Mundartwörtern sind nun endgültig 50 ausgewählt worden, für deren Überleben im täglichen Sprachgebrauch sich die GNM besonders einsetzen will.

Die Mundartgesellschaft wünscht sich, dass viele Menschen in der Region die Begriffe bei Warenauszeichnungnen, auf Anzeigetafeln, Speisekarten, Ausschilderungen und dergleichen in der jeweiligen örtlichen Sprechweise verwenden.

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Zusammenstellung der 50 ausgewählten Begriffe und Wörter auf der Roten Liste

Zunächst waren 342 von über 2000 Begriffen, die Leser unserer Zeitung zur Verfügung stellten, im GNM-Vorstand in die engere Wahl gezogen worden. „Um die Anzahl überschaubar und vermittelbar zu halten, sind schließlich 50 Begriffe nach ausgiebigen Diskussionen für die Rote Liste ausgewählt worden“, erklärte Roland Siebert, Vorsitzender der GNM.

Es gehe um Wörter und Begriffe, die im nordhessischen Sprachgebrauch noch allgemeine Bedeutung haben. Siebert: „Sie sollen nicht verloren gehen, weil sie das Gedächtnis und die Identität der nordhessischen Dörfer und Städte ausmachen. Es geht nicht um spaßige oder exotische Bezeichnungen und Wendungen, um die Menschen im Nordhessenland zu belustigen. Es geht um eine ernste Bestandsaufnahme.“

Von Jürgen Umbach

Quelle: HNA

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