Am Rhein Stopp der Schifffahrt erwartet

Hochwasser in Hessen: Aktuelle Lage am Sonntag

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Die Zollburg Pfalzgrafenstein bei Kaub (Rheinland-Pfalz), die auf einer Insel steht, ist am 01.06.2013 vom Hochwasser des Rheins umspült. Starke Regenfälle ließen die Pegelstände in den letzten Tagen ansteigen.

Hessen. Die Hochwasserlage in Deutschland hat sich bisher nur teilsweise entspannt. Und weitere Regenfälle sind für Sonntag angekündigt. Die Orte an den Flüssen bereiten sich auf steigende Fluten vor. Dauerregen zum ließ bereits am Samstag größere und kleinere Flüsse weiter anschwellen und über die Ufer treten.

Kassel: In und um Kassel hat sich die Hochwasserlage leicht entspannt. Im besonders betroffenen Hafen ist der Pegel in der Nacht um zehn Zentimeter gesunken. Zunächst hatten die Bootseigner geplant, ihre Schiffe umzulegen, weil die Steganlage an die Grenze der Belastbarkeit gelangt war. Freitag nachmittag lag der Pegelstand im Hafen noch bei 4,35 Meter und damit 2,75 Meter höher als normal. Mehr...

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Bad Sooden-Allendorf:
Wann der Anstieg der Werra endet, ist auch am Sonntag nicht abzusehen, da der Pegel weiter oben am Fluss in Heldra immer noch nicht fällt. Dort hatte er in der Nacht zum Samstag um 30 Zentimeter auf 4,61 Meter zugelegt und am Sonntag 4,74 Meter erreicht. Bad Sooden-Allendorfs Bürgermeister Frank Hix sagte: „Wir rechnen mit allem.“ Mehr...

Rotenburg: Wegen der starken Regenfälle in der Nacht auf Samstag ist der Pegel der Fulda wieder angestiegen. War das Hessische Landesamt für Umwelt und Geologie (HLUG) zunächst davon ausgegangen, dass die Welle am Samstag deutlich niedriger ausfallen würde als beim Höchststand Mitte der Woche, korrigierte sie ihre Vorhersage. Demnach wird der Pegel im Laufe des Sonntags seinen Höchststand erreichen. Er liegt zurzeit mit 4,34 Metern über der Meldestufe zwei von 4,30 Metern. Am Mittwoch lag er bei 4,20 Metern. Mehr...

Mainz: Nach den starken Regenfällen der vergangenen Tage ist der Rhein vielerorts über die Ufer getreten. Für Sonntagabend rechnete das Hochwassermeldezentrum Mainz mit der Einstellung der Schifffahrt. Schon zuvor mussten Schiffsführer langsamer und weiter entfernt vom Ufer fahren, wie ein Sprecher sagte. "Den Scheitel erwarten wir erst am 4. Juni. Bis dahin werden die Pegelstände weiter steigen", ergänzte er. Somit werde es noch mehr Überschwemmungen am Mittelrhein geben. Ein derartiges Hochwasser gebe es hier statistisch seltener als alle zehn Jahre. (dpa/eul/hei/pgo)

Quelle: HNA

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