Ist der humpelnde Wolf doch nur ein streunender Hund?

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Weiter Rätselraten: Ist das bei Gießen gesichtete humpelnde Tier ein Wolf (Foto) oder nur ein streunender Hund? Foto: dpa

Reinhardshagen. Noch immer ungeklärt ist, ob es sich bei dem Tier, das am Montag bei Gießen gesichtet wurde, wirklich um einen Wolf handelt.

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Selbst wenn es ein Wolf sein wollte, hält es der Leiter des Forstamtes Reinhardshagen (Kreis Kassel), Norbert Teuwsen, für sehr unwahrscheinlich, dass es sich dabei um den Wolf aus dem Reinhardswald handelt.

Zwar lägen die letzten gesicherten Hinweise auf seinen Aufenthalt im Reinhardswald bereits ein paar Tage zurück. Doch gibt es aus Sicht von Teuwsen keinen Grund, weshalb der hiesige Wolf nach fast fünf Jahren Aufenthalt in den Wäldern an der Weser, aus der Region abgewandert sein sollte. Am 3. Januar war das Tier letztmals gesehen worden - zwischen dem Urwald an der Sababurg und dem Forsthaus Beberbeck.

Noch existiere kein hundertprozentiger Nachweis darüber, ob es sich bei dem verletzten Tier im Landkreis Gießen überhaupt um einen Wolf handelt. Teuwsen erinnert in diesem Zusammenhang an einen Fall von vor zwei Jahren, bei dem Beobachter ebenfalls in Mittelhessen, geglaubt hatten, einen Wolf gesehen zu haben. Am Ende hätte es sich um einen Tschechoslowakischen Wolfshund gehandelt. Diese Rasse hat sehr große Ähnlichkeit mit dem Wildtier.

Der strenge Winter der vergangenen Tage ist für den Reinhardswald-Wolf kein Grund, die Region zu verlassen. Im Gegenteil: Im Schnee hat der Jäger gegenüber seiner Beute klare Vorteile.

Quelle: HNA

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