Jobabbau im hessischen Mittelstand erwartet

Frankfurt. Jeder vierte Mittelständler in Hessen will einer Umfrage zufolge in diesem Jahr Personal abbauen. Aber die hessischen Firmen blicken im Bundesvergleich optimistischer in die Zukunft als ihre Wettbewerber in den anderen Bundesländern.

So das Ergebnis des am Mittwoch veröffentlichten „Mittelstandsbarometers“ des Beratungsunternehmens Ernst & Young. Dennoch wollen 24 Prozent der Mittelständler ihre Belegschaft verkleinern, nur jeder neunte (11 Prozent) plant die Einstellung zusätzlicher Mitarbeiter.

Nur in Brandenburg sei ein noch stärkerer Beschäftigungsrückgang zu erwarten, teilte Ernst & Young mit. Immerhin die Hälfte (52 Prozent) der Unternehmen in Hessen erwarten nach dem Krisenjahr 2009 nun eine Verbesserung ihrer Geschäftslage. Mit einer Verschlechterung rechnen nur 6 Prozent.

Der Anteil der Optimisten liegt deutlich höher als im Bundesschnitt (38 Prozent), in keinem anderen Bundesland ist die Zuversicht so groß wie in Hessen. Folglich sind auch viele Unternehmer in Hessen wieder bereit, in neue Geräte, Maschinen und Immobilien zu investieren: Jedes fünfte (20 Prozent) der Unternehmen will dafür in diesem Jahr mehr ausgeben als im vergangenen Jahr. 15 Prozent wollen weniger investieren.

Für das halbjährlich erhobene „Mittelstandsbarometer“ wurden im Dezember 3000 Mittelständler in Deutschland befragt, davon 183 in Hessen. (dpa)

Quelle: HNA

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