Käßmann als OB-Kandidatin? - SPD eher amüsiert

Margot Käßmann

Frankfurt. Die SPD hat auf einen Zeitungsbericht über eine mögliche Kandidatur der früheren Bischöfin Margot Käßmann bei der Oberbürgermeisterwahl 2013 in Frankfurt eher amüsiert reagiert.

„Wir finden den Vorschlag der „Bild-Zeitung“ gut. Frau Käßmann wäre für die SPD eine Traumkandidatin“, sagte Parteisprecherin Katja Apelt mit einem Augenzwinkern am Montag in Wiesbaden. Der Vorschlag komme aber nicht aus der Partei. „Es gibt auch keine Kandidatenliste, auf der Käßmann steht.“

Der Frankfurter SPD-ChefGernot Grumbach sagte auf Anfrage lediglich: „Ich kommentiere die Kandidatenfrage in Frankfurt generell nicht.“

Nach dem Bericht der „Bild“-Zeitung wird der Käßmann-Vorschlag von der SPD als „geheime Kommandosache“ behandelt. „Nur der ganz enge Führungszirkel“ sei darüber informiert. Allerdings wisse Käßmann auch noch nichts von der Idee der SPD-Spitze. SPD-Landeschef Thorsten Schäfer-Gümbel werden gute Kontakte zu der in der Bevölkerung sehr populären Ex-Bischöfin nachgesagt.

Käßmann war im vergangenen Jahr nach einer Autofahrt unter Alkoholeinfluss als Vorsitzende des Rats der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD) zurückgetreten.

In Frankfurt wird 2013 ein Nachfolger von OB Petra Roth gewählt, die aus Altersgründen nicht mehr antreten darf. Der SPD, die bei der Kommunalwahl im März dieses Jahres auf 21,3 Prozent kam, werden bei der OB-Wahl aber nur geringe Chancen eingeräumt.

Quelle: HNA

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