Streit um Wirtschaftsjuristen

Uni Kassel legt sich mit Wissenschaftsministerin Kühne-Hörmann an

Kassel. Der Vizepräsident der Universität Kassel, Alexander Roßnagel, legt sich mit der Hessens Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU/Kassel) an.

Roßnagel widersprach jetzt Aussagen der Ministerin, wonach es an den staatlichen Hochschulen des Landes keine Ausbildungskapazität für Wirtschaftsjuristen gebe. Kühne-Hörmann hatte einen Landeszuschuss von 25 Millionen Euro für die private European Business School unter anderem mit einer entsprechenden Ausbildungslücke begründet.

Roßnagel sagte am Freitag, die Angaben der Ministerin seien nicht nachvollziehbar: „Wir haben diese Ausbildungslücke bereits vor sechs Jahren geschlossen und das ohne 25 Millionen Euro staatlicher Zuschüsse.“ Seit 2004 bilde die Universität Kassel Wirtschaftsjuristen in einem Bachelor- und einem Masterstudiengang aus. Der Vizepräsident verwies darauf, dass der Studiengang „Wirtschaftsrecht“ in Kassel seinerzeit in Anwesenheit von Kühne-Hörmanns Vorgänger Udo Corts eröffnet wurde. Umso unverständlicher seien nun die Aussagen der Ministerin.

Die Uni Kassel bilde juristische Fachleute aus, die früh mit Fragen konfrontiert würden, die für Unternehmen im internationalen Wettbewerb typisch seien. Die Uni Kassel nehme zum Wintersemester jeweils 100 neue Studierende im Studiengang Wirtschaftsrecht auf. Auf diese 100 Plätze gebe es regelmäßig mehr als 900 Bewerber.

Quelle: HNA

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