Kein Freibrief

Peter Klebe über die Lockerung des Lärmschutzes zur WM

Es waren tolle Szenen, die sich bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 auch auf den hessischen Straßen und Plätzen abspielten. Jubelnde Menschen verfolgten die Spiele auf Großleinwänden, es herrschte eine heitere und ausgelassene Stimmung. Das soll in diesem Jahr wieder so werden. Daher ist es gut, dass das Land schnell und unbürokratisch die Lärmschutzrichtlinie für die WM-Zeit gelockert hat und neben Gasthäusern auch Straßen und Plätze für Public Viewing bis 1 Uhr in der Nacht freigibt.

Doch bei aller Freude am Fußball sollte jeder verantwortungsvoll mit der Regelung umgehen. Sie ist kein Freibrief zum Lärmen ohne Grenzen, zum Dauerhupen und zum Stören anderer Menschen. Schon gar nicht bei privaten Feiern. Für diese gelten die Ausnahmeregeln nicht. Rücksicht auf Nachbarn und Anwohner muss es auch in WM-Zeiten geben.

Die erneute Änderung der Sperrstunde war nur möglich, weil das Land bei der WM 2006 fast nur positive Erfahrungen damit gemacht hat. Hoffen wir, dass es auch dieses Mal so bleibt. kle@hna.de

Quelle: HNA

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