Tiere finden in tieferen Lagen Nahrung - Nabu: Futter für Wildvögel bereitstellen

Keine akute Not für das Wild

Kassel. Die Kälte und der viele Schnee lassen auch die Tiere in Wald und Flur darben. Akute Gefahr besteht für sie aber nach Ansicht des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) nicht. „Die Waldtiere sind in unseren Gefilden an das Wetter gut angepasst“, erklärte BUND-Mitarbeiter Reinhard Degener.

„Normaler Engpass“

Dr. Horst Gossenauer-Marohn, Pressesprecher bei Hessen-Forst, wies darauf hin, dass wilde Tiere im Wald oft zusätzliche Energie verbrauchten, wenn sie wegen Spaziergängern im Wald die Flucht ergreifen müssten. Oftmals merkten Wanderer allerdings gar nicht, dass Tiere sie gewittert und deshalb das Weite gesucht hätten. Das Wild habe mittlerweile die Hochebenen weitgehend verlassen und sei in tiefere Lagen gezogen. Hier fänden die Tiere noch Eicheln und Bucheckern. Im Moment gebe es einen im Winter „normalen Engpass“. In Notzeiten sorgten die Jagdbehörden und Jagdpächter für Futterkrippen für Rotwild.

Schwer haben es bei tiefen Temperaturen und Schneemassen die Vögel. Gerhard Eppler, hessischer Landesvorsitzender des Naturschutzbundes Nabu, empfiehlt, Futter für Wildvögel bereitzustellen. Dabei seien Futtersilos besser als offene Futterhäuschen, weil in den Silos das Futter vor Nässe und Witterungseinflüssen geschützt sei. Mit speziellem Futter für Körner fressende Gartenvögel aus dem Handel könnten Buchfink, Dompfaff und Spatz gelockt werden. Weichfutterfressern wie Amsel, Rotkehlchen oder Heckenbraunelle könne mit Obststücken, Rosinen oder getrockneten Wildbeeren die harte Winterzeit erleichtert werden. Für Meisen seien Meisenringe sowie Drahtbehälter mit Erdnüssen besonders geeignet.

Mit etwas Glück könnten in den Gärten bis zu 15 Vogelarten beobachtet werden. Allerdings sollten Vogelfreunde nicht enttäuscht sein, wenn die Tiere nicht unmittelbar nach dem Aufhängen des Futters kämen. Es sei normal, dass sie zunächst eine Zeit lang auf der Suche nach Nahrung umherstreiften.

Von Peter Klebe

Quelle: HNA

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