Banzer: Kommunen können in zusätzliches Personal investieren - Städte blieben bislang auf Kosten sitzen

Kinderbetreuung: Land sichert Geld zu

Wiesbaden. Die Landesregierung hat gestern zugesagt, die neue Mindestverordnung zur Verbesserung der Qualität in der Kinderbetreuung konsequent umzusetzen. Alle hessischen Kommunen, die zum Stichtag 1. September 2009 noch nicht in zusätzliches Personal investiert hätten, könnten dies jetzt tun, erklärten Familienminister Jürgen Banzer und Finanzminister Karlheinz Weimar (beide CDU). Das Land Hessen werde die entsprechenden Kosten erstatten. Dafür seien 30 Millionen Euro im Landeshaushalt.

Die Mindestverordnung sieht vor, dass in einer Gruppe nicht mehr als 15 Kinder sein sollten, die statistisch von 1,75 Fachkräften betreut werden sollten. Bislang kamen 1,5 Erzieherinnen auf 20 Kinder. Die Gruppengröße für unter Dreijährige soll von zehn bis 15 auf acht bis zehn Kinder verringert werden.

Banzer war in die Kritik von Kommunalpolitikern und der Opposition im Landtag geraten, weil er bereits beim Hessentag im Sommer 2009 den Kommunen die Übernahme der Mehrkosten zugesichert hatte. Im Vertrauen darauf hatten viele Städte und Gemeinden mehr Personal eingestellt und sind dann auf den Kosten sitzengeblieben. Mehrere Kommunalpolitiker aus unserer Region hatten erklärt, entsprechende Briefe an Banzers Ministerium seien nicht beantwortet worden. Auch Rechnungen, die Kommunen an das Ministerium geschickt hatten, seien ignoriert worden. (kle)

Quelle: HNA

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