Hessens Landeschef als Schäuble-Nachfolger gehandelt

Gerüchte: Koch dementiert Wechsel nach Berlin

Roland Koch

Wiesbaden. Der hessische Ministerpräsident und CDU-Vize Roland Koch will sich nicht zu Spekulationen über seinen möglichen Wechsel ins Bundeskabinett äußern. Diese Debatte habe es in den vergangenen zehn Jahren immer wieder gegeben, sagte Koch am Dienstag in Wiesbaden.

„Wenn ich nach Berlin wollte, hätte ich schon vor vielen Jahren die Weichen auch in diesem Land anders stellen können, dorthinzugehen.“ Er habe daher nicht die Absicht, diese Debatte jedes Mal neu zu kommentieren.

In den vergangenen Tagen war spekuliert worden, dass Koch Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) ablösen könnten, da dieser mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte.

Koch hatte sich in der vergangenen Woche Interviews zu internationalen Finanzfragen und zur griechischen Finanzkrise gegeben. Das war als Zeichen gewertet worden, Koch wolle sich damit für ein anderes Amt empfehlen. In den vergangenen Jahren hatte es jedoch immer wieder Spekulationen um einen Weggang des CDU-Politikers aus Hessen gegeben.

Als stellvertretender Parteivorsitzender wolle er sich weiterhin zu Sachfragen äußern, betonte hingegen Koch. „Ich halte es für wichtig, dass die Bürger in diesem Land, auch darüber hinaus, wissen, was Leute wie ich denken, was wir mit Griechenland machen.“

In der CDU-Zentrale wird Koch durchaus als Personalreserve betrachtet, falls Schäuble ausscheiden muss. Schäuble selbst hatte Anfang der Woche Gerüchte über einen Rücktritt zurückgewiesen. Sein Verhältnis insbesondere zu Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sei sehr vertrauensvoll und sehr eng. Dies betreffe auch die Bundesregierung und die Union. (wet)

Quelle: HNA

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