Kommentar: Zerplatzte Träume

Was war das für eine Euphorie, als die ersten Pläne für das Ferienresort Beberbeck bekannt wurden. Die Region wollte es allen zeigen: Mit einer Ferienanlage, wie sie europaweit ihresgleichen suchte, sollten Scharen von Touristen angelockt werden. Von wegen abgelegenes Nordhessen.

Schluss damit. Fast alle Politiker sprangen auf den Beberbeckzug auf. Mahnende Stimmen wollte niemand hören.

Fünf Jahre später hat sich das Blatt gewendet. In Hofgeismar ist nur noch die CDU für das Projekt, einstige Befürworter aus anderen Parteien änderten ihre Meinung, kritische Stimmen wurden lauter. Und vor allem: Noch immer gibt es niemanden, der in das Resort investieren will.

Hier liegt der Hase im Pfeffer. Was nützen Pläne von Luxushotels, Golfplätzen und Sandstränden, wenn niemand Geld dafür zahlen will. Alle, die Beberbeck noch wollen, müssen jetzt trommeln. Und sollten die Alternative, dass ein kleineres Resort besser wäre als gar keins, nicht zur Seite wischen. Die Frist, einen Investor zu finden, ein weiteres Mal zu verlängern, wäre lächerlich. Wenn es jetzt nicht klappt, dann nie.

kle@hna.de

Quelle: HNA

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