Kommentar: Burka geht gar nicht

Man muss das Thema gar nicht unter religiösen Gesichtspunkten diskutieren. Es eignet sich auch nicht dazu, einem generellen Burka-Verbot das Wort zu reden. Es ist vielmehr schlicht undenkbar, dass eine Angestellte der Stadt, zumal eine, die mit den Bürgern tagtäglich direkt kommuniziert, ihr Gesicht nicht zeigt.

Das kann niemand akzeptieren, der zu einer Behörde kommt, wo er selbst oft genug sensible Daten preisgeben muss. Aber auch ein Arbeitgeber - ob öffentlich oder privat - kann nicht hinnehmen, dass er die Arbeitnehmerin überhaupt nicht zu Gesicht bekommt.

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Das muss gerade einer Mitarbeiterin bewusst sein, die bereits jahrelang im Bürgeramt gearbeitet hat. Von daher liegt natürlich der Verdacht nahe, dass es ihr - oder möglicherweise ihrem neuen Ehemann - gar nicht darum geht, dass sie künftig nur mit Burka arbeitet. Sondern vielmehr darum, die Arbeit möglichst mit finanziellem Vorteil zu beenden. Das ist jedoch genauso inakzeptabel. Käme die Frau damit durch, machte sich die Stadt erpressbar.

Von Petra Wettlaufer-Pohl

Quelle: HNA

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