Petra Wettlaufer-Pohl über die Hessen-CDU

Kommentar zum CDU-Parteitag in Willingen: Wider die Beliebigkeit

Es waren 90 lange Minuten, die der neue CDU-Chef Volker Bouffier dem Parteitag am Samstag zumutete, doch die Botschaft war klar: Die hessische CDU wird sich im Gegensatz zum dissonanten Chor auf Bundesebene nicht von den konservativen Grundsätzen der Partei entfernen, nur um kurzfristige Erfolge zu feiern.

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Und mit unbequemen Wahrheiten, etwa wenn es ums Sparen geht, will Bouffier so wenig hinterm Berg halten wie sein Vorgänger Roland Koch. Für die Delegierten war dies Grund genug, Bouffier zu feiern, nachdem die Tränen über den Abgang von Roland Koch getrocknet waren. Und doch muss der neue starke Mann der hessischen CDU mehr liefern. Die Stammwähler zu pflegen, ist das eine, neue zu gewinnen das andere. Die aber braucht die Union, denn die stabile bürgerliche Mehrheit in Hessen basiert auf einem kaum zu wiederholenden Erfolg der FDP. An dieser Stelle blieb Bouffier noch allgemein. Akzente, die die eigens umworbenen Grünen interessieren könnten, waren nicht zu erkennen.

Quelle: HNA

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