Kommentar zum Deutschprogramm: Gute Idee mit Schwächen

In Hessen gibt es an den Berufscchulen Sprachkurse für 16 bis 18-jährige Zuwanderer. Doch was ist mit den Älteren? Ein Kommentar dazu von Politikredakteur Max Holscher

Das Lob vorweg: Es ist der Regierung hoch anzurechnen, dass sie ein Programm entwickelt hat, das Flüchtlinge und andere Zuwanderer mit Deutschkursen fördert. Allerdings hat das Programm „Intea“ Schönheitsfehler. Es wird schnell an seine Kapazitätsgrenzen stoßen.

Schon jetzt gibt es von einigen Stellen in Hessen die Rückmeldung, dass die Nachfrage das Angebot übersteigt. Das liegt an den weiter wachsenden Flüchtlingszahlen, die niemand absehen konnte. Kultusminister Alexander Lorz wird an der Stelle nochmal finanziell nachlegen und mehr Kapazitäten schaffen müssen.

Es besteht aber auch kaum ein Zweifel darüber, dass die aktuelle Lösung, vornehmlich Flüchtlinge zwischen 16 und 18 zu fördern, nicht ausreicht. Die älteren Asylsuchenden, die womöglich längere Zeit auf der Flucht waren, wegen ihres Alters außen vor zu lassen, kann nicht der Weg sein. Ohne Deutsch und ohne Abschluss haben diese Menschen kaum eine Chance, Arbeit und vor allem eine neue Heimat zu finden.

Quelle: HNA

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